Fußball Kaiser trifft in letzter Sekunde

Diese Riesenchance lässt er liegen, doch dann markiert Weils Kapitän Yannik Weber das 1:0. Foto: Uli Nodler

Weil am Rhein - Der SV Weil ist im Titelrennen immer noch im Geschäft. Die Chancen sind sogar nach dem 28. Spieltag leicht gestiegen, weil der FC Teningen beim SC Wyhl nicht über ein 1:1-Unentschieden hinauskam. Hannes Kaiser sei Dank. Der Innenverteidiger traf am Samstag im Heimspiel gegen den SV Ballrechten-Dottingen in der 95. Minute mit der letzten Aktion des Spiels zum 3:2.

Dennoch haben die Teninger noch alle Trümpfe in der Hand. Vor den letzten beiden Saisonspieltagen weist der SVW aktuell drei Punkte Rückstand und eine um 13 Treffer schlechtere Tordifferenz als Teningen auf. Das ist eine Menge Holz, auch wenn die Teninger am letzten Spieltag noch nach Weil müssen.

Immerhin ist für die Blau-Weißen durch den Last-Minute-Sieg am Samstag der zweite Tabellenplatz fix. Damit können sie via Aufstiegsrunde auch noch den Sprung in die Verbandsliga schaffen.

Vor dem Tor nicht konsequent genug

Wenn der Treffer auch etwas glücklich in der letzten Minute der Nachspielzeit fiel, so war der Heimsieg des SV Weil gegen einen über weite Strecken harmlosen SV Ballrechten-Dottingen dennoch hochverdient.

Schon in der ersten Halbzeit hätte der Tabellenzweite alles klar machen können, wäre da nicht diese Abschlussschwäche gewesen. So schoss nach toller Vorarbeit von Almin Mislimovic Yannik Weber aus drei Metern Ballrechten-Keeper Misel Lijesnic an. Auch Mislimovic selber, Marvin Stöhr und Justin Samardzic versiebten sogenannte Hundertprozentige.

Vom SV Ballrechten-Dottingen kam vor der Pause bis auf einen satten Distanzschuss des eingewechselten Roman Stellbogen gar nichts.

Drei Minuten nach der Pause war der Bann aus Weiler Sicht dann gebrochen. Weber machte es diesmal besser, „lochte“ nach toller Vorarbeit von Mislimovic gekonnt ein. Doch die Freude dauerte nur acht Minuten, weil auch der Gast nun den Vorwärtsgang einschaltete. Nach einem Freistoß reagierte Marco Müller am schnellsten, und es stand 1:1.

Noch länger wurden die Gesichter beim SVW, als Schiedsrichter David Schmidt in der 64. Minute im Weiler Strafraum nach einem Zweikampf des eingewechselten Kyriakos Stergianos auf den Punkt zeigte. „Der Elfer war ein Witz. Da war überhaupt nichts“, echauffierte sich Perseus Knab, der Sportliche Leiter des Gastgebers. Ballrechtens Torjäger Mario Kaltenmark juckte das nicht. Der Torjäger verwandelte sicher und drehte damit das Match.

Nicht wie in der vergangenen Saison, als Ballrechten-Dottingen dem SV Weil die Aufstiegsrunde vermasselte, geizten die Schützlinge von Trainer Tobias Bächel diesmal nicht mit Moral und Einstellung.

Zunächst köpfte Almin Mislimovic in der 83 Minute den Ausgleich. Und in der fünften Minute der Nachspielzeit schlug der SV Weil endgültig zurück. Nach einem Freistoßball von Mislimovic und einer Kopfballverlängerung von David Groß drosch Innenverteidiger Hannes Kaiser die Kugel ins Gäste-Gehäuse - 3:2.

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