Fußball, Kreisliga A Dominator und Wundertüten

Fabian Schreiner
Trainer Mick Fahr dominiert mit dem FC Hauingen in der Vorrunde der Kreisliga A, West. Foto: /Michael Hundt

Der FC Hauingen dominiert die Kreisliga A-West, Verfolger SV Eichsel erstaunt, der FV Lörrach-Brombach II enttäuscht erneut und in Schopfheim gibt es den ersten Trainerwechsel. Ein Rückblick.

Der Schnee hatte den Süden Deutschlands am vergangenen Wochenende im Griff. Gespielt wurde deshalb auch in der Kreisliga A-West nicht, alle acht Partien wurden abgesetzt. Damit geht es nun in die lange Winterpause, bevor dann Ende Februar der Ball wieder rollen sollte.

Für eine große Überraschung hatte am Sonntagabend noch der SV Schopfheim gesorgt, der den ersten Trainerwechsel der Saison vollzog (wir berichteten). Denn ab sofort werden Uwe Krähling und Jörg Nägelin, die seit 2021 gemeinsam das Zepter inne hatten, nicht mehr für den SVS an der Seitenlinie stehen (siehe auch nebenstehendes Interview).

Die beiden langjährigen Schopfheimer werden dem Verein aber in einer anderen Funktion erhalten bleiben. Krähling und Nägelin kümmern sich künftig um „Organisation und Management“ der beiden Aktivmannschaften sowie die Einbindung des älteren Jugendbereichs in den Herrenfußball. Damit soll der bereits eingeschlagene Weg mit eigenen ausgebildeten Spielern weiter gefördert werden.

Neuer Trainer in Schopfheim ist Angelo Cascio. In der vergangenen Saison war Cascio noch gemeinsam mit Fabio Muto für den FC Wittlingen tätig. Bereits im Februar hatte er angekündigt, eine Pause einlegen zu wollen. Diese ist nun vorbei.

Schon vor der Saison galt der FC Hauingen als der ganz große Anwärter auf Meisterschaft und Aufstieg. Den Erwartungen ist die Mannschaft von Trainer Mick Fahr vollends gerecht geworden. 43 von möglichen 45 Punkten sammelte Hauingen. Der Aufstieg wird nur über den FCH gehen.

Erstaunlich ist die Entwicklung des SV Eichsel. Die Dinkelberger kommen auf herausragende 36 Zähler. Auf den Dritten, den FC Wallbach, hat die Schwarz-Elf schon zehn Punkte Vorsprung. In der Vorsaison hatten die Eichsler am Ende gerade einmal 29 Punkte auf dem Konto, mussten zudem lange um den Klassenerhalt bangen. In dieser Saison präsentiert sich der SVE als eine homogene Einheit auf und neben dem Platz. Vater des Erfolgs ist Trainer Manuel Schwarz.

Mit dem TuS Efringen-Kirchen II und dem FC Kandern landen gleich zwei Aufsteiger nach der Hinrunde unter den ersten sechs Teams. Der Dritte im Bunde, der TuS Maulburg, hat da deutlich mehr zu kämpfen, ist Drittletzter und wird wohl bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen. Höhen und Tiefen hat der FC Steinen-Höllstein bislang durchlebt. Die Schützlinge von Trainer Daniel Schulz haben mit Kevin Etienne (20 Tore) zwar den besten Goalgetter in ihren Reihen, stehen hinten aber viel zu wacklig. Für Steinen geht es als Siebter in die Pause.

Zufrieden dürfte die Spvgg. Bamlach-Rheinweiler sein. Das Iordan-Team belegt Rang acht, auf den Relegationsplatz haben die Markgräfler fünf Punkte Vorsprung. Schwächt sich Bamlach in der Rückrunde nicht selbst, sollte es ins dritte Kreisliga-A-Jahr in Folge gehen.

Wieder einmal enttäuscht hat die Reservemannschaft des FV Lörrach-Brombach. Schon in der vergangenen Saison, der ersten nach dem Abstieg aus der Bezirksliga, blieb die Mannschaft von Trainer Thorsten Meier deutlich hinter den eigenen Ansprüchen zurück, landete am Ende lediglich auf Platz zehn und musste sich dabei auch zwischenzeitlich Sorgen um den Klassenerhalt machen. In dieser Spielzeit sollte alles besser werden. Anfangs hatte es auch danach ausgesehen, als könnte das angestrebte Ziel von Meier, hinter dem FC Hauingen den zweiten Platz zu erreichen, durchaus bewältigt werden. Doch die Grütt-Kicker haben sich nach einer wochenlangen Krise schon lange von den vorderen Plätzen verabschieden müssen, sind nur Neunter. Grund für die Talfahrt war unter anderem auch die mangelnde Einstellung des einen oder anderen.

Hinter dem FVLB II rangieren der TuS Kleines Wiesental und der FC Hausen. Beide Teams hatten im Laufe der Hinrunde mit großen personellen Problemen zu kämpfen. Für den Klassenerhalt sollte es letztlich im Normalfall trotz der Umstände reichen.

Mehr erwarten durfte man von den Landesliga-Reserven des FSV Rheinfelden (12.) und SV Weil (13.). Beide Teams pflegen zwar einen durchaus ansehnlichen Fußball, bringen sich dann aber zumeist selbst durch Disziplinlosigkeiten oder mangelnde Chancenverwertung selbst in Nöte. Rheinfelden und Weil sind Wundertüten, es bleibt spannend, wie sie sich im neuen Jahr schlagen werden.

Erhofft haben sich Harald Wissler und der SV Todtnau sicherlich mehr. Die Südschwarzwälder sind Vorletzter, haben aber immerhin nur vier Punkte Rückstand auf das „rettende Ufer“. Schon ein wenig abgeschlagen ist Schlusslicht SV Karsau mit lediglich acht Zählern.

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