Fußball, Kreisliga A West SVS muss bis zum Ende zittern

Fabian Schreiner
Lukas Schindowski Foto: /Michael Hundt

Derbysieger darf sich der SV Schopfheim heißen lassen. Im Duell mit den Hausenern musste der SVS aber gehörig zittern. Dank seiner Joker drehte der FC Hauingen die Partie in Tegernau.

Nicht zum ersten Mal waren die Joker maßgeblich am Erfolg des FC Hauingen beteiligt. Zur Halbzeit lag der Spitzenreiter mit 0:1 beim TuS Kleines Wiesental zurück. Dann brachte Trainer Mick Fahr zur zweiten Halbzeit Fabio Kammerer und Joshua Vogt. Es dauerte nur fünf Minuten, bis die Hauinger durch Yannik Scheurer zum Ausgleich kamen.

In der Folge drehte die Fahr-Elf die Partie angetrieben von den Einwechselspielern dann komplett. Maximilian Meier und Moritz Keller erzielten das 2:1 und 3:1 und besiegelten den 13. Saisonsieg im 14. Spiel für Hauingen. „Die Qualität von der Bank war absolut ein Faktor“, sagt Fahr. Die Seinen hätten sich das Leben in Tegernau allerdings auch schon in Hälfte eins leichter machen können.

Vor dem Führungstreffer der Kleinwiesentäler durch Timo Haselwander hatte Moritz Keller freistehend am Fünfmeterraum einen Hochkaräter vergeben. Anschließend parierte Wiesentals Torhüter Dominik Schäuble auch noch einen Elfmeter von Meier. In der Schlussphase hätte es noch einmal einen Strafstoß für die Gastgeber geben können, doch Schiedsrichter Christian Rapp ahndete das vermeintliche Foul von Hauingens Schlussmann David Vogt nicht. „Mein Trainerkollege Jogi Boos meinte, dass es eine 50-50-Situation gewesen wäre“, so Fahr, der mit seiner Mannschaft am kommenden Wochenende den SV Schopfheim erwartet.

Jene Schopfheimer bejubelten am Samstagnachmittag einen hart erkämpften 2:1-Derbysieg gegen den FC Hausen. „Der Sieg war verdient, auch wenn es am Ende noch einmal richtig eng wurde“, quittiert Uwe Krähling vom Schopfheimer Trainergespann. Yavuzhan Orhan brachte Schopfheim Mitte der ersten Halbzeit auf Vorarbeit von Rion Arncken in Front. Das 1:0 ging zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung, wussten die Gastgeber doch fußballerisch zu gefallen. Nach etwas mehr als einer Stunde war Arncken dann selbst zur Stelle, es war bereits sein zehntes Saisontor. Der 19-Jährige vollendete ein schönes Zuspiel von Tizian Jost. Die Hausener gaben sich allerdings bei weitem nicht auf und spielten sich trotz personeller Widerstände Torchancen heraus.

Die dickste Gelegenheit bot sich Justin Gutmann an, der rund 20 Minuten vor Schluss einen Elfmeter verschoss. Die Elf von Trainer Michael Brunner steckte ihre Köpfe aber noch nicht in den Sand. Im Gegenteil. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit kam Adrian Gräßlin zum Anschlusstreffer. Dabei sollte es dann aber auch bleiben. „Für uns war sicherlich mehr möglich. Aktuell ist es so, dass wir unsere Chancen zuhause nutzen, auswärts aber nicht“, hadert Brunner.

„Big Points“ im Abstiegskampf sicherte sich der SV Weil beim 4:3-Heimsieg über Aufsteiger TuS Maulburg. „Das Ergebnis geht in Ordnung, Weil hat verdient gewonnen“, urteilt Maulburgs Spielertrainer Vedat Erdogan. Der 34-Jährige wechselte sich erst zur zweiten Halbzeit selbst ein, da er seit dem Spiel gegen Hauingen Mitte Oktober mit Knieproblemen zu kämpfen hat und sich nun langsam wieder herantastet. Für Erdogan war die Partie nach einer halben Stunde aber schon wieder zu Ende.

Wie schon gegen Hauingen mussten er und Simon Steinebrunner mit Gelb-Rot vom Feld. „Die Entscheidungen des Schiedsrichters waren für mich nicht verständlich. Das habe ich ihm auch so gesagt“, erklärt Erdogan den Grund für sein Herausstellen. Mit einem Mann weniger, Weils Abdelbari Benai hatte schon wenige Minuten zuvor Gelb-Rot gesehen, verkürzte Maulburg durch Bünyamin Sahin sogar noch einmal auf 3:4, doch mehr war nicht drin. Die Weiler rücken damit auf Platz 13 vor und sind nun punktgleich mit dem ersten Nichtabstiegsplatz, während Maulburg nun schon seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen hat.

Den Negativlauf beendet hat unterdessen der FV Lörrach-Brombach II. Das Meier-Team besiegte Schlusslicht SV Karsau mit 2:1 und holte den ersten Sieg seit Anfang Oktober.

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