Fußball, Landesliga Nichts zu holen am Kaiserstuhl

Mirko Bähr
Anton Weis bleibt bis zum Saisonende auf jeden Fall Trainer beim FSV. In Notfällen fungiert er als Spielertrainer. Foto: Michael Hundt/Michael Hundt

Der FSV Rheinfelden unterliegt beim SC Bahlingen II im einzigen Sonntagsspiel der Fußball-Landesliga mit 0:3. Anton Weis bleibt als Coach bis zum Saisonende bei den Löwenstädtern.

Krank, krank, krank, krank: Die Liste der Ausfälle beim FSV Rheinfelden wurde bis zur Abfahrt am Sonntagmittag immer länger. Die Gesichter der Verantwortlichen ebenfalls. Und dann hatte auch der Wettergott am Kaiserstuhl kein Einsehen mit der Truppe von Interimscoach Anton Weis. Fast überall im Bezirk Freiburg und auch am Hochrhein wurden die Partien wegen der Platzverhältnisse abgesagt, nur eben in Bahlingen nicht.

Ersatzgeschwächt machte sich der FSV auf den Weg. Auf der Bank nahmen fast ausnahmslos A-Jugend-Akteure Platz. Die erste Elf war indes durchaus namhaft und versuchte, das Beste aus der Situation zu machen. Bahlingen übernahm auf dem teilweise etwas gefrorenen Kunstrasen indes gleich das Kommando. Die Gäste standen kompakt, ließen nichts zu.

Fabian Kinast von der Regionalliga-Reserve hatte dann aber bei winterlichen Temperaturen die Faxen dicke. Er narrte die komplette Verteidigung auf der linken Seite, nahm Maß und traf aus gut 16 Metern ins kurze Eck. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt 18 Minuten.

Der FSV fing sich schnell, hatte im Anschluss nun mehr Spielanteile und ließ das runde Leder nun sicherer in seinen eigenen Reihen zirkulieren. Gefährlich wurde es vor dem BSC-Gehäuse jedoch nicht. Im Gegenteil.

Das zweite Tor fiel auf der anderen Seite. Unter gütiger Mithilfe von Wissam Kassem. Der Routinier passte den Ball genau in die Füße von Kinast. Am Ende bedankte sich Elias Eddahbi in der 31. Minute auf seine Art. Und für den FSV kam es noch dicker. Noch vor dem Halbzeittee musste Wissam Kassem verletzungsbedingt vom Feld.

„Die Führung geht in Ordnung. Bahlingen hat mehr vom Spiel. Wir kommen über den Kampf“, befand ein frierender Präsident Patrick Da Rugna am Spielfeld zur Halbzeit. Viel Erwärmendes kam nicht von seinen Schützlingen. Das Fehlen von so wichtigen Kräften, wie Antonio Fischer, Almin Mislimovic oder auch Jason Cerimi, merkte man deutlich.

Auch in der zweiten Hälfte dieses Duells zweier Tabellennachbarn waren es die Hausherren, die spielerisches Übergewicht hatten. Der FSV wehrte sich nach Kräften, konnte aber auch das 0:3 aus Sicht der Gäste nicht verhindern. In der 74. Minute machte Kevin Gießler den Sack vollends zu.

Klar ist nun nach dem letzten Match vor der Winterpause, dass sich der Verein mit Anton Weis geeinigt hat, bis zum Saisonende den gemeinsamen Weg weiter zu beschreiten. „Anton leistet sehr gute Arbeit. Es gibt keinen Grund, bei dieser Personalie einen Wechsel vorzunehmen“, sagt Da Rugna. Weis erhält Unterstützung. Von wem? Das möchte Da Rugna bei der Weihnachtsfeier kommendes Wochenende verkünden.

In diesem feierlichen Rahmen werden auch die Neuzugänge präsentiert. Unterdessen sind die Abgänge namentlich bekannt: Keeper Luis Nunez zieht an den Bodensee, während Massimo De Franco und Alessandro Guglielmelli zum SV Herten wechseln.

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