Fußball „Schlag ins Gesicht“ für FVLB

Fabian Schreiner
Mannschaftskapitän Richard Geyland (links) wird in der kommenden Saison nicht mehr für den FVLB spielen. Foto: Michael Hundt

Kein Wunder: Die Verantwortlichen der U23 des FV Lörrach-Brombach planen vor dem Heimspiel am Sonntag, 16.15 Uhr, gegen den SV Jestetten zweigleisig. Dass sich erneut ein Trio des FVLB dem FC Wittlingen angeschlossen hat, kann Sportchef Harald Kleinhans nicht verstehen.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Vielversprechend waren die Ergebnisse der U23 des FV Lörrach-Brombach zu Beginn ins neue Jahr. Mitte März feierten die Grütt-Kicker zwei Siege in Serie. Es blieben allerdings die letzten beiden „Dreier“ bis heute.

Fünf Niederlagen am Stück kassierte die Mannschaft von Trainer Thorsten Meier zuletzt. Die Hoffnungen auf den Ligaverbleib schwinden von Woche zu Woche. Geht man von vier Absteigern aus, beträgt der Rückstand des FVLB satte 15 Zähler auf das „rettende Ufer“. Und das fünf Spieltage vor Schluss. „Wir planen ligaunabhängig“, erklärt Sportchef Harald „Floyd“ Kleinhans.

Der Plan, mit zahlreichen Spielern aus der U19 die Klasse zu halten, scheint nicht aufzugehen. Zu allem Übel wechseln mit Richard Geyland, Giovanni Passannante, die in der Hinrunde noch in der A-Jugend kickten, und Astrit Adilovski gleich drei Spieler zur kommenden Saison zum FC Wittlingen.

Bereits in der Winterpause verließen Betim Berisha, Lukas Schmeller und Catu Hucke die U23 und schlossen sich den Kandertälern an. „Ich weiß nicht, mit was man die Jungs ködert“, sagt Kleinhans, der von den drei Spielern Geyland, Passannante und Adilovski zunächst zwei Zusagen bekam.

„Zwei Jungs wären in den Verbandsliga-Kader gekommen. Irgendwann sind die beiden dann mit ihrem Wechselwunsch auf uns zugekommen. Das hat uns überrascht. Da scheint das Wort heutzutage nicht mehr viel zu zählen“, macht ein enttäuschter Kleinhans deutlich. „Für uns war das ein Schlag ins Gesicht.“

Wieso so viele Spieler dem FVLB den Rücken zukehren, kann sich der 48-Jährige nicht wirklich erklären: „Sie hatten bei uns eine Perspektive. Auch die Wertschätzung, die für die Spieler ja so wichtig ist, haben sie von uns bekommen.“ Trotz der feststehenden Abgänge geht Kleinhans nun davon aus, dass sich das Trio bis zum Ende reinhängen wird: „Wenn die Jungs auf dem Platz stehen, geben sie alles.“

Für die kommende Spielzeit haben alle anderen Spieler im aktuellen Kader der U23 ihre Zusage gegeben. Kleinhans hofft, dass das auch so bleibt. Im Falle des Abstiegs, stünde die Entwicklung der Jungen bei der U23 weiter im Vordergrund.

„Die Ausbildung ist das Wichtigste“, erklärt Kleinhans, der neben seiner Tätigkeit als Sportchef der U23 auch die U21 in der Kreisliga C trainiert. Dort führt der FVLB die Tabelle an. Nach den bereits feststehenden Abstiegen der „Ersten“ und der A-Junioren sowie dem sich anbahnenden Abstieg der U23, ist das zumindest etwas positives.

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