Fußball Schnörkellos und zielstrebig

Mit Haken und Ösen: Sascha Lehmann (SG FC Wehr-Brennet II) und Tim Hauser vom SV Schopfheim) legen sich mächtig ins Zeug. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Der TuS Lörrach-Stetten bleibt auch nach dem fünften Spieltag der Kreisliga A-West an der Spitze. Erster Verfolger ist der TuS Binzen, der als einziges Team noch nicht verloren hat. Einen Zähler rettete der SV Schopfheim in der Nachspielzeit, während die Reserveteams aus Weil und Wittlingen dank überzeugender Auftritte Heimsiege feierten.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Mit 5:3 gewann Stetten beim SV Todtnau. Die Schützlinge von Trainer Marc Jilg haben als einziges Auswärtsteam dreifach punkten können.

Einen wilden Schlagabtausch lieferten sich der SV Eichsel und der FC Hausen (siehe nebenstehendes Interview). Letztlich setzten sich die Dinkelberger in Abwesenheit der beiden Coaches Giorgio Beltrani und Jens Hoffmann mit 4:3 durch. Für das Duo sprang Reservetrainer Simon Häußermann ein. „Nach dem frühen Führungstreffer haben wir uns selbst im Weg gestanden“, meinte Häußermann, der Schlussmann Pascal Oldenburg ein dickes Lob aussprach: „Er hat uns den Sieg gerettet.“ In der zweiten Halbzeit hatte Hausen dreimal die Chance im direkten Duell mit Oldenburg auf 3:1 zu erhöhen, doch der 26-Jährige ließ sich nicht überwinden. „Auch wenn wir nicht unser bestes Spiel gezeigt haben, hat der größere Wille uns zum Sieg gebracht. Die Jungs waren nach Abpfiff fix und fertig.“

Einen Sprung auf den dritten Platz hat der FC Huttingen dank des 4:1-Heimsieges gegen den SV Liel-Niedereggenen gemacht. Liel ging durch Manuel Schauer in Führung, doch drei Tore von Spielertrainer Guido Perrone und das zwischenzeitliche 2:1 von Fabian Kuttler sorgten unterm Strich für einen verdienten Erfolg. „Dennoch war das keine gute Leistung von uns. Wir haben es uns unnötig schwer gemacht“, quittierte Perrone.

Osswald verwandelt Elfer in der Nachspielzeit

Peter-Sammy Osswald hat dem SV Schopfheim in der Nachspielzeit noch ein 1:1 gegen die SG FC Wehr-Brennet II gerettet. Der Mittelfeldmann verwandelte einen durch Manuel Arac verursachten Foulelfmeter.

In der ersten Halbzeit hatte der SVS zwar mehr vom Spiel, doch das Tor erzielte der Gast. Marvin Sandmann durfte sich kurz vor der Halbzeit nach einer starken Einzelleistung feiern lassen. Nach dem Seitenwechsel hatte die Elf von Trainer Fabio Cocuzza die Chance, das Spiel zu entscheiden. Doch Justin Friebe, Semih Kilic und Arac vergaben vor dem Tor. So blieb es spannend bis zum Schluss. Und die Gastgeber belohnten sich letztlich doch noch für einen engagierten Auftritt. „Das Remis geht schon in Ordnung, auch wenn es natürlich bitter ist, wenn man so kurz vor Schluss noch das 1:1 kassiert“, sagte Cocuzza.

Die Weiler Reserve um das Trainergespann Marco Kern und Sandro Samardzic setzte sich mit 2:0 gegen den FC Hauingen durch. Yannik Weber, Andreas Lismann, Sido Tindano und Patric Lauber waren auf Weiler Seite mit von der Partie. Weber war es auch, der nach einer Viertelstunde das 1:0 erzielte.

Hauingen enttäuschte in der ersten Halbzeit auf ganzer Strecke. Erst nach der Pause steigerte sich das Team von Coach Mick Fahr. Für einen Treffer reichte es nicht. Björn Gutjahr machte es auf der anderen Seite besser und sorgte für das 2:0. „Mit dem Auftreten bin ich zufrieden. Defensiv haben wir es gut gemacht und offensiv haben wir immer wieder für gefährliche Aktionen gesorgt“, freute sich Kern.

Für Gegenüber Fahr ging die Niederlage in Ordnung. „Es war schon zu sehen, dass bei den Weilern Spieler auf dem Platz standen, die eine höhere Qualität haben. Nichtsdestotrotz hatten wir auch unsere Möglichkeiten. Aber wenn man die Großchancen nicht verwertet, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen nach Hause fährt.“

Den zweiten Sieg in Serie feierte der FC Wittlingen II beim 4:1 gegen die Sportfreunde Schliengen. „Die Wittlinger Oldies, wie Salvatore Di Mattia, haben uns gezeigt, wie im Sturm gespielt wird – nämlich schnörkellos und zielstrebig“, ließ Alex Schöpflin, Trainer der Schliengener, wissen. Wittlingen führte nach einer halben Stunde mit 2:0.

Nach dem Wiederanpfiff schalteten die Gäste einen Gang höher und kamen durch Tom Wihler zum Anschluss. „Dann haben wir es einfach verpasst, das 2:2 zu schießen. Wir vergeben drei 100-prozentige Torchancen. Machen wir in dieser Phase den Ausgleich, bin ich mir sicher, dass wir das Spiel noch hätten drehen können.“ In der Schlussphase sorgten Di Mattia mit seinem zweiten Tor und Alex Herbst für die Entscheidung.

Keine Tore gab es im Duell zwischen dem FV Degerfelden und dem TuS Binzen. „Mit der Chancenauswertung bin ich nicht einverstanden, aber wir haben wieder zu null gespielt. Daher müssen wir mit diesem Ergebnis auch mal zufrieden sein“, erklärt Binzens Cheftrainer Karl-Frieder Sütterlin.

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