Fußball Siegin schießt den Aufsteiger ab

In dieser Szene scheitert der vierfache Torschütze Tim Siegin (schwarzes Trikot) an Wittlingens Keeper Marco Hermann (rechts).Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Bei seiner Auswechslung haben gestern sogar die Wittlinger Zuschauer geklatscht. Tim Siegin, der vom Regionalligisten Bahlinger SC zurückgekehrt ist, war gestern nahezu im Alleingang für den 5:2-Erfolg gegen Gastgeber FC Wittlingen in der Qualifikationsrunde des Südbadischen Vereinspokals verantwortlich. Siegin traf nicht weniger als viermal.

Von Uli Nodler

Wittlingen. Corona lässt grüßen. Lediglich 500 Zuschauer waren zu diesem Prestige-Pokalduell zugelassen. Und die kamen dann auch.

Wer ein enges Match der beiden Landesliga-Rivalen erwartet hatte, wurde letztlich enttäuscht. Ohne Siegin hätte der FC Wittlingen wohl eine Chance gehabt. Aber mit dem Ausnahmestürmer, der in der Regionalliga eine Menge lernte, waren die Wittlinger chanenlos.

Zunächst hatten die Gastgeber Vorteile, nutzen sie durch die Chancen von Benedikt Schneider (5.) und Tobias Keller (22.) nicht.

Von Siegin war fast eine halbe Stunde lang nicht viel zu sehen. Yannick Müller, Wittlingens Neuzugang vom VfR Bad Bellingen, hatte den VfR-Sturmtank gut im Griff. Doch dann musste Müller wegen Kreislaufproblemen runter. Und das Unheil für den FCW nahm seinen Lauf.

Die Gäste gingen nach 29 Minuten mit 1:0 in Front. Ein Pass in die Schnittstelle zu Siegin, und der Goalgetter ließ Wittlingens Keeper Marco Hermann mit einem platzierten Flachschuss keine Chance. Acht Minuten später führten die Fußballer aus der Kurgemeinde bereits mit 2:0. Siegin war mit einem direkt verwandelten Freistoß erfolgreich. Allerdings unterlief Hermann dabei ein grober Faux-pas, als er den Ball unter seinem Körper ins Netz gleiten ließ. Überhaupt hatten beide Torhüter keinen guten Tag. So patzte Christian Keßler beim Wittlinger Anschlusstreffer (45.).

Keine Minute war im zweiten Abschnitt gespielt, da stellten die Gäste den Zwei-Toreabstand wieder her. Siegin bediente Tim Schillinger, der keine Mühe hatte, den Ball im Gastgeber-Tor unterzubringen.

Siegins Torhunger war aber noch lange nicht gestillt. Der Bad Bellinger Stoßstürmer ließ die beiden Wittlinger Innenverteidiger Arian Palatini und den für Müller eingewechselten Patrick Sorg im zweiten Abschnitt ganz alt aussehen. Beim 4:1 zockte Siegin Palatini an der Torlinie ab, kurvte nach innen und setzte die Kugel überlegt ins kurze Eck. Das war in der 70. Minute. Drei Minuten später setzte sich der Bad Bellinger Sieggarant auf der rechten Seite erneut durch und jagte den Ball aus spitzem Winkel hoch unter die Latte. Hermann riss seine Fäuste zu spät hoch. Kurz vor Schluss gelang dem FC Wittlingen durch den Treffer von Richard Lorenz zum 2:5 noch Ergebnis-Kosmetik.

Tore: 0:1 (29.) Siegin, 0:2 (37.) Siegin, 1:2 (45.) Hiller, 1:3 (46.) Tim Schillinger, 1:4 (70.) Siegin, 1:5 (73.) Siegin., 2:5 (87.) Lorenz. SR: Fante (Neuenburg). Z.: 500. Gelb-Rote Karte: Muser (71.), Kai Schillinger (86./beide VfR Bad Bellingen), Lorenz (89./FC Wittlingen).

FC Wittlingen: Hermann – Böhler, Lorenz, Klein (46. Herbst), Schneider, Hiller, Müller (32. Sorg), Avellina (63. Glattacker), Keller, Leisinger, Palatini.

VfR Bad Bellingen: Keßler – Dickau (46. Billich), Ophoven (45. Mouttet), Hugenschmidt, Siegin (84. Bunke), Reif, Riede, Muser, Tim Schillinger (73. Lais), Domagala, Kai Schillinger.

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