Fußball Siegtor in der Nachspielzeit

Fabian Schreiner
Simon Baumann (schwarzes Trikot) holt mit dem SV Herten II den ersten Sieg. Der FC Hausen spielt Unentschieden bei der Reserve des FV Rheinfelden II. Foto: Michael Hundt

Mit 18 Punkten grüßt der TuS Lörrach-Stetten nach dem sechsten Spieltag der Kreisliga A-West von der Tabellenspitze. Ihre ersten Saisonsiege feierten der SV Todtnau und der SV Herten II. Beim Last-Minute-Derby-Sieg von Bosporus FCF stehen gleich vier Ü40-Spieler in der Startformation.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Einmal mehr waren es die ruhenden Bälle, die dem TuS Lörrach-Stetten drei weitere Punkte bescherten. Trotz des frühen 0:1-Rückstands behielt der Tabellenführer letztlich mit 3:1 im Spitzenspiel beim FC Hauingen die Oberhand. Der zweite und dritte Treffer resultierte nach einer Standardsituation. „Da haben wir jetzt schon das eine oder andere Tor gemacht“, freut sich TuS-Trainer Sascha Müller. Der 42-jährige Übungsleiter war mit dem Spiel, aber natürlich auch mit dem Ergebnis zufrieden. „Der Sieg geht für mich in Ordnung. Wir hatten mehr vom Spiel und bis auf ein paar Umschaltmomente und Standards auch alles im Griff.“ Romano Berger, Domenico Maier und Nikola Obradovic trafen für den TuS. Cedric Kubicki brachte Hauingen zuvor in Führung. Für die Stettener war dieser Erfolg nun schon der sechste Sieg im sechsten Ligaspiel. Eine Viertelstunde vor Schluss sah Stettens Marc Müller wegen einer Tätlichkeit noch die Rote Karte. Aber auch in Unterzahl ließ der Primus nicht mehr viel zu.

Etwas überraschend patzte der FV Lörrach-Brombach II beim SV Todtnau. 1:2 hieß es am Ende aus Sicht des Absteigers. Für die Todtnauer war das der erste „Dreier“ in dieser Spielzeit. „Das war unsere beste Saisonleistung. Wir haben sehr diszipliniert, konzentriert und mit viel Übersicht gespielt“, meint SVT-Trainer Harald Wissler. Der FVLB hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste damit aber nicht allzu viel anzufangen. Todtnau setzte die Gäste im Mittelfeld mit Pressing unter Druck und wurde dann durch Umschaltmomente immer wieder gefährlich. Kevin Wissler traf per Volleyschuss sehenswert zum 1:0. Zehn Minuten nach dem Ausgleichstreffer von Fabio Fernandes de Freitag erzielte Moritz Schubnell Mitte der zweiten Halbzeit den 2:1-Siegtreffer. Schubnell lief alleine auf Schlussmann Niklas Zähringer zu und umkurvte den Keeper schließlich, bevor er jubelnd abdrehte. In der Schlussphase warf der FVLB II noch einmal alles nach vorne. Die eine oder andere brenzlige Situation musste Todtnau noch überstehen.

Auch der SV Herten II feierte beim 2:1-Heimsieg gegen die Spvgg. Bamlach-Rheinweiler im Duell der Aufsteiger den ersten Erfolg. „Das fühlt sich natürlich super an. Wir haben uns das schon in den letzten Wochen erarbeitet“, freut sich Trainer Dominik Uhrig. Wie schon jüngst beim Remis gegen den FC Wittlingen II war auch nun wieder Remo Laisa in der Startelf zu finden. Der 34-Jährige verabschiedete sich nach dem Ende der vergangenen Saison mit einem Abschiedsspiel in den Ruhestand, läuft - sofern es zeitlich passt - nun aber für die „Zweite“ auf. Mit seiner ganzen Erfahrung hilft er der Bezirksligareserve natürlich ungemein.

In schier letzter Minute sicherte sich Bosporus FC Friedlingen den 3:2-Derbysieg über den SV Weil II. Ymran Krasniqi sorgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem tollen Lupfer für großen Jubel bei den Friedlingern, die damit einen Sprung bis auf den fünften Platz machten. „Es war ein absolutes Kampfspiel. Dass wir am Ende noch als Sieger den Platz verlassen, ist einfach top“, strahlt Bosporus-Trainer Cagdas Sahin. Gleich vier Ü40-Spieler stellte Bosporus in der ersten Elf. Mit Firat Kücükcolak und Deniz Kutlutürk trugen sich zwei davon sogar in die Torschützenliste ein. Matchwinner Krasniqi, mit 29 noch einer der Jüngeren, ersetzte 20 Minuten vor dem Ende Kücükcolak. Coach Sahin bewies dabei also ein goldenes Händchen.

Als „eminent wichtig“ bezeichnete Uwe Kraehling, Trainer des SV Schopfheim, den 2:1-Heimsieg gegen den FC Steinen-Höllstein. Kraehling sah ein „Kampfspiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten“. Seine Elf hätte den Sieg am Ende aber „ein Stück weit mehr gewollt“. Den Schopfheimer Siegtreffer erzielte zwei Minuten vor dem Ende Anes Mujakic. Steinens Torjäger Björn Gutjahr traf kurz zuvor erst noch zum Ausgleich. Bitter für den SVS: Kapitän Shadi Zein musste schon nach zwölf Minuten den Platz verlassen. Seine Muskelverletzung ist wieder aufgebrochen.

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