Fußball Standards die große Schwäche

Schliengens Keeper Nils Lehmann will heute im Derby seinen Kasten sauber halten.Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Ein Viertel der Saison ist in der Kreisliga A-West schon wieder absolviert. Wie vor Rundenbeginn erwartet, präsentiert sich das Feld ziemlich ausgeglichen, auch wenn es mit dem TuS Lörrach-Stetten und dem FC Hausen jeweils einen Ausreißer nach oben und unten gibt.

Lörrach. Vor einer hohen Hürde steht Spitzenreiter TuS Lörrach-Stetten, wenn es heute ab 18.30 Uhr beim FC Wittlingen II zur Sache geht. Dabei trifft mit dem TuS die stärkste Offensive auf die zweitbeste Defensive der Liga.

Noch ein Gegentor weniger als die Wittlinger Reserve hat der TuS Binzen kassiert. „Da wir im Spiel nach vorne noch Defizite haben, lege ich auf die Abwehrarbeit einen besonderen Wert“, macht Trainer Karl-Frieder Sütterlin deutlich. „Einen Stürmer könnten wir schon noch gebrauchen.“ Nichtsdestotrotz rangiert Binzen im zweiten Jahr nach dem Aufstieg auf Platz zwei. Morgen ab 15 Uhr gastiert die Sütterlin-Elf beim TuS Kleines Wiesental, der sich gefangen hat und zuletzt zweimal als Sieger vom Platz ging.

Nach dem schwachen Saisonstart mit sechs Auswärtsspielen in Serie blieben die Kleinwiesentäler ruhig und vertrauten ihren Stärken. Das zahlt sich nun langsam aus. Vor dem Tor sind die Schützlinge von Trainer Joachim Boos nun auch effektiver. Allen voran Patrick Hafensteiner unterstrich jüngst seine Fähigkeiten. Gemeinsam mit Hauingens Roberto Catania führt er mit neun Toren die Torjägerliste an. Mit einem Heimsieg gegen den FSV Rheinfelden II könnten die Gastgeber an diesem Wochenende ins vordere Tabellendrittel rücken.

Schliengen der klare Favorit im Derby

Eigentlich dürften die Kräfteverhältnisse vor dem Lokal-Derby am Samstag ab 17 Uhr zwischen den Sportfreunden Schliengen und dem SV Liel-Niedereggenen klar verteilt sein. „Aber ein Derby ist immer etwas besonderes und birgt Emotionen“, betont SF-Trainer Alex Schöpflin. Mit 13 Punkten nach sieben Partien ist Schliengen voll im Soll, während Nachbar Liel lediglich ein Spiel gewinnen konnte. „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Dennoch müssen wir in diesem Spiel hellwach sein. Jeder möchte der Gemeinde zeigen, wer die Nummer eins ist.“ In der Vorsaison kämpfte Liel wacker, verlangte den spielerisch starken Schliengenern alles ab. Erst in der Schlussphase fiel damals der entscheidende Treffer. Ausgerechnet Spielertrainer Jochen Knoll traf ins eigene Tor.

Wieder einmal offenbarte der SV Weil II am vergangenen Wochenende große Schwächen bei Standardsituationen. „70 Prozent unserer Gegentore fallen durch ruhende Bälle. Es gibt immer einen, der nicht entschlossen genug mitläuft“, ärgert sich Spielertrainer Marco Kern. So auch vor Wochenfrist beim 3:3 gegen den TuS Lörrach-Stetten. Alle drei Treffer fielen entweder nach einem Freistoß oder einer Ecke. Sonst wäre für die Grenzstädter möglicherweise noch mehr möglich gewesen als das Remis. Für Weil war es bereits die dritte Punkteteilung im siebten Spiel. Heute Abend, 19 Uhr, erwartet die Verbandsliga-Reserve die SG FC Wehr-Brennet II.

Dogan kritisiert die lange Sperre von Alici

Eine gewisse Erleichterung war nach dem Erfolg in Liel den Kickern des FC Steinen-Höllstein anzumerken. „Dieser Sieg war schön, aber wir müssen nachlegen, und das wissen alle“, lässt Coach Oguz Dogan vor dem Heimspiel am Sonntag ab 15 Uhr gegen den punktgleichen FSV Rheinfelden II wissen. Noch nicht wieder mitwirken darf Mustafa Alici, der Anfang Oktober gegen den FC Hauingen die Rote Karte gesehen hat und für acht Spiele gesperrt worden ist.

„Jedes Wochenende gibt es deutlich schlimmere Fouls, die nicht einmal mit einer Verwarnung geahndet werden. Ich verstehe nicht, wieso man einen Spieler für so eine Aktion so lange sperren kann“, kritisiert Dogan. Was war passiert? Alici foulte den Hauinger Gegenspieler an der Grundlinie zwischen der Strafraumkante und dem Seitenaus. Allerdings kam sein Einsteigen von der Seite. „Das stand auch so im Bericht. Niemand wusste, wieso der Schiedsrichter in dieser Situation die Rote Karte zückte.“ Kurios: Alici wurde erst fünf Minuten vor dem Platzverweis eingewechselt.

Nicht ganz so turbulent geht es aktuell beim SV Todtnau zu. Nach dem Trainerwechsel haben sich die Südschwarzwälder stabilisieren können. „Die Mannschaft ist auf einem guten Weg, aber die vielen Verletzten bremsen uns ein wenig. Das ist schade“, sagt Trainer Harald Wissler. Heute ab 17 Uhr, ist der FV Degerfelden zu Gast auf der Kandermatt. „Wir stehen am Scheideweg. Zählbares sollte herausspringen. Eine Niederlage wäre ein Dämpfer,“ betont Wissler.

Morgen ab 15 Uhr duelliert sich der FC Huttingen vor heimischer Kulisse mit Schlusslicht FC Hausen. Bereits heute Nachmittag, 16 Uhr, empfängt der formstarke SV Schopfheim den SV Eichsel.

Bleiben Sie immer bestens und umfassend informiert: Jetzt 4 Wochen für 4 Euro das ePaper inkl. Vorabendausgabe lesen! Schnell HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Joe Biden

In unserer neuen Onlineumfrage wollen wir von Ihnen wissen, wer bei den US-Präsidentschaftswahlen nächsten Dienstag das Rennen machen wird. Trump oder Biden?

Ergebnis anzeigen
loading