Fußball Vor der Pause viele Gäste-Fehler

Uli Nodler

Der FV Lörrach-Brombach ist am Samstag mit einer 3:1-Niederlage beim Kehler FV in die Saison gestartet. Unter dem Strich gewannen die Gastgeber verdient, weil der Oberliga-Absteiger gerade in der ersten Halbzeit zu viele Fehler machte.

Von Uli Nodler

Kehl. Hoffnung macht aber der zweite Durchgang, wo der FVLB über weite Strecken das bessere Team war, letztlich aber die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen ließ. Ohne die Leistungsträger Mirco Böhler und David Pinke ließ die Gäste-Defensive an diesem ersten Spieltag einfach zuviel zu. Wie schon in Teningen war Torwart Marc Philip dennoch ein Rückhalt. Er war bei allen drei Gegentoren machtlos.

Schuld am 0:1-Rückstand zur Pause war dieser fehlerhafte Kombinationsfußball der Gäste. Viel zu oft wurde der Ball zu leicht hergegeben. So nutzte der Kehler FV nach einer halben Stunde Spielzeit einen individuellen Gästepatzer zum Führungstreffer. Neuzugang Julian Rümmele rutschte, nachdem er angespielt worden war, aus. So hatte Kehls Spielmacher David Assenmacher freie Bahn. Aus 16 Metern rauschte sein Flachschuss in die Maschen des Lörracher Tores. Dass die Gastgeber-Führung zur Halbzeit Bestand hatte, war auch der Harmlosigkeit des FVLB im Spiel nach vorne geschuldet. „Das war echt mager, weil wir uns immer wieder Ballverluste leisteten“, haderte Di Domenico.

Doch die Miene des FVLB-Cheftrainer hellte sich im zweiten Abschnitt auf. Die Lerchenstädter steigerten sich deutlich, waren tonangebend. Endlich lief der Ball nun besser in den eigenen Reihen. Doch der Kehler FV nutzte seinen ersten vielversprechenden Angriff (58.) prompt zum 2:0. Nach einer perfekt getimten Flanke köpfte Tim Keck aus kurzer Distanz ein.

Doch diesmal steckten die Gäste den Schock schnell weg. Der eingwechselte Amin El-Ghazi spielte den Ball neun Minuten später klug quer auf den im Kehler Strafraum lauernden Paul Rohdenburg. Und der Neuzugang vom FC Auggen blieb cool, schob die Kugel überlegt ins lange Eck.

Vor dem gegnerischen Tor wieder zu unentschlossen

Der 17-jährige Neuzugang Nemanja Radulovic hatte wenig später Pech, dass sein Kopfball an den Pfosten des Kehler Gehäuses klatschte. Der Ausgleich wäre nicht einmal unverdient gewesen. Doch, es kam anders. Als die Gäste aus der Grenzecke in der Schlussphase alles nach vorne warfen, wurden sie vom Kehler FV eiskalt ausgekontert. Der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Louis Mors machte mit dem 3:1 alles klar. Tiziano Di Domenico gewann der Auswärtsniederlage zum Saisonstart auch Positives ab: „Unsere Leistung in der zweiten Halbzeit war okay. Darauf lässt sich aufbauen.“

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