Fußball Wo hängt am Ende die „Rote Laterne“?

Treffen morgen wieder aufeinander: Vincent Kittel (links, FSV Rheinfelden) und Jakob Hugenschmidt (VfR Bad Bellingen). Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Not gegen Elend. Da empfängt am morgigen Samstag ab 14.30 Uhr in der Landesliga, Staffel 2, der Vorletzte das Schlusslicht. Es ist das Hochrhein-Derby zwischen Gastgeber VfR Bad Bellingen und dem FSV Rheinfelden. Und viele Betroffene stellen sich die bange Frage: Wo hängt nach dem zweiten Rückrunden-Spieltag und vor dem Gang in die Winterpause die „Rote Laterne“?

Von Uli Nodler

Bad Bellingen. Diese Bürde könnten nämlich auch die Bad Bellinger tragen, wenn sie ihr Heimspiel gegen die Industriestädter verlieren. Denn: Sollte sich der Gast morgen durchsetzen, dann wären die Rheinfelder mit den Bad Bellingern punktgleich, hätten aber die bessere Tordifferenz.

Von einer Niederlage wollen aber beide Trainer nichts wissen. „Wenn wir mit einem einigermaßen guten Gefühl in die Winterpause gehen wollen, dann ist ein Sieg für uns Pflicht“, gibt sich VfR-Übungsleiter Werner Gottschling entschlossen.

Guten Mutes ist auch FSV-Coach Guiseppe Stabile: „Die Stimmung im Team ist gut. Hoffnung macht mir auch die zuletzt gute Leistung beim 2:0-Heimsieg gegen die SG Nordweil/Wagenstadt. Da sind meine Spieler respektvoll mit dem Schiedsrichter umgegangen und haben taktisch diszipliniert gespielt.“

Die zweiwöchige Pause hat den Rheinfeldern gut getan. So ist Jeremy Stangl wieder fit. Beim Gast fällt lediglich Sascha Rueb verletzt aus.

Es war Standard, dass der VfR Bad Bellingen im bisherigen Saisonverlauf wegen Verletzungen und anderweitigen Absenzen nie in Bestbesetzung antreten konnte. Da macht das Derby morgen keine Ausnahme. Gottschling muss auf den gesperrten Kai Schillinger und wohl auch auf den privat verhinderten Yannick Müller verzichten. So werden dem VfR zwei Leistungsträger in der Defensive fehlen. Dafür sind aber die zuletzt wegen eines grippalen Infekts fehlenden Jakob Hugenschmidt und Kapitän Moritz Reiff wieder dabei. Einiges erwartet Gottschling auch von Tim Weber, der bereits am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel bei der SG Nordweil/Wagenstadt in den VfR-Kader zurückgekehrt war. Dagegen wird Lukas Würmlin erst in der Winterpause sein Pflichtspieldebüt geben.

Der FSV Rheinfelden und der VfR Bad Bellingen stehen zwar auf den Plätzen 15 und 16, also auf vermeintlichen Abstiegsplätzen. Dennoch ist für beide Klubs die Lage alles andere als hoffnungslos. Denn: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass am Saisonende weniger als die letzten vier Vereine in der Saisonabschlusstabelle absteigen müssen. Wenn der FC Auggen den Ligaverbleib in der Verbandsliga schafft und sowohl der Meister und Zweite aufsteigen, dann müsste nur der Letzte absteigen.

Aktuell fehlen dem VfR Bellingen vier Zähler auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Deren sieben sind es beim FSV Rheinfelden.

Natürlich werden beide Hochrhein-Klubs in der Winterpause die Augen nach Verstärkungen offen halten. Doch die Suche gestaltet sich schwierig. So haben sich bislang die Bad Bellinger Verantwortlichen bei ihren Bemühungen um einen Stürmer nur Absagen eingehandelt. Abgewunken haben Sandro Samardzic (SV Weil II) und Laurenz Hiller (FV Lörrach-Brombach II).

Doch VfR-Trainer Werner Gottschling wirft die Flinte nicht ins Korn: „Wir bemühen uns weiter. Vielleicht können wir doch noch den einen oder anderen für ein Engagement im schönen Rebland gewinnen.“

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