Gersbach Neue Kandidaten für das Dorfparlament

Christoph Schennen
Die Kandidaten für den Ortschaftsrat Gersbach (von links): Thomas Fischer, Andreas Heijmen, Enrico Beckmann, Christian Strütt, Andreas Falk, Julia Schmidt und Hartmut Schmidt. Foto: Christoph Schennen

Die Kandidaten für den neuen Gersbacher Ortschaftsrat haben sich vorgestellt. Weitere Themen waren die Baustelle im Bühl, das Schuljubiläum und eine möglich Öffnung der Sporthalle auch in den Schulferien.

Acht Kandidaten bewerben sich für einen Sitz im Gersbacher Ortschaftsrat. Neben ihnen haben sich am Donnerstagabend drei Kandidaten für die Kommunalwahl im Juni vorgestellt.

Kandidaten für Ortschaftsrat

Neben vier „Alteingesessenen“ finden sich darunter vier neue Gesichter: Julia Schmidt, Andreas Heijmen, Thomas Fischer und Industriemechaniker Raphael Salg. Letzterer war zum jüngsten Sitzungstermin verhindert, die übrigen stellten sich und ihre Ideen fürs Dorf kurz vor: Julia Schmidt ist Industriekauffrau, 32 Jahre alt und wohnt seit 2020 in Gersbach. Sie betreibt eine kleine Landwirtschaft mit 90 Tieren und arbeitet in Teilzeit bei Naturenergie. Andreas Heijmen ist Prozessingenieur, 40 Jahre alt und wohnt mit seiner Familie seit einem Jahr im Dorf. „Wir haben uns hier gut eingelebt“, sagt der gebürtige Mainzer. Thomas Fischer arbeitet im Bereich Apparatebau in Maulburg. Er ist ebenfalls sehr glücklich in seinem neuen Wohnort. „Wir haben eine sehr gute Nachbarschaft“, sagt der 53-Jährige.

Auf der Liste für die Ortschaftsratswahl stehen ferner die jetzigen Ortschaftsräte Christian Strütt, Enrico Beckmann, Hartmut Schmidt und der Ortsvorsteher Andreas Falk.

Insgesamt hat das Gersbacher Dorfparlament acht Sitze, die mit den acht Kandidaten dann auch komplett besetzt werden können. Gleichwohl gab es in früheren Jahren mehr „Wahl“: Ortsvorsteher Falk erinnerte daran, dass bei den Wahlen im Jahr 2019 noch 16 Personen angetreten seien. Dieses mal aber habe sich auf den Aufruf im Amtsblatt hin niemand gemeldet; die „Neulinge“ wurden durch direktes Ansprechen für die Kandidatur gewonnen.

Sanierung „Zum Bühl“

Ortsvorsteher Andreas Falk informierte über das weitere Vorgehen bei der Sanierung der Mauer in der Straße „Zum Bühl“. In der Straße rutschen die Hänge, weswegen die Mauer erneuert werden muss.

Derzeit sichern zwei Stahlplatten die Überfahrt über die Brücke in der Straße „Zum Bühl“. Sie sind aber nur eine Übergangslösung. Foto: Christoph Schennen

Nun sei ein zweites Problem hinzugekommen: Aus der Brücke vor dem Landgasthof, über die die Zufahrt zum Bühl führt, haben sich Steine gelöst und ein 15 Zentimeter großes Loch hinterlassen. Zwei Stahlplatten sichern derzeit provisorisch die Überfahrt über die Brücke. Allerdings sind diese nicht auf das Gewicht von Baustellen-Lastern ausgelegt, sodass es dringend eine Lösung brauche. Die Verantwortlichen überlegen nun, ob sie bis 2025 eine Ersatzlösung aus Betonfertigteilen einrichten, um die Sanierung der Hänge fortsetzen zu können; das allerdings würde mit einer Einbahnregelung über den Bühl einher gehen. Eine Alternative wäre, die Brücke direkt zu sanieren; dann aber müsste der Baustellenverkehr über den Hägiweg fließen.

Die Tendenz gehe zur ersten Lösung, berichtete Falk; eine abschließende Entscheidung stehe allerdings noch aus.

Fuchsräude

Falk erinnerte daran, dass weiterhin an Fuchsräude erkrankte Füchse in Gersbach unterwegs seien. Hunde müssten weiter an der Leine geführt werden und dürften nichts vom Boden fressen, so sein Ratschlag. Für andere Tiere kann eine Infektion tödlich enden. Bei Menschen, die in Kontakt mit einem befallenen Tier kommen, kann sich ein Ekzem ausbilden. Innerorts dürften die Füchse nicht bejagt werden.

Blutspende

Für zehnmaliges Blutspenden ehrte Andreas Falk Ralf Heidebrecht.

Schuljubelfest

Vom 12. bis 14. Juli feiert die Grundschule ihr 50-jähriges Bestehen in der Bergkopfhalle. Andreas Falk teilte mit, dass die Mietkosten für die Halle zu jeweils gleichen Teilen von der Ortschaftsverwaltung und aus dem städtischen Etat von Bürgermeister Dirk Harscher finanziert würden.

Damit wolle man erreichen, dass der Reinerlös des Schuljubelfests so hoch wie möglich ausfalle.

Sport in den Ferien

Ortschaftsrat Enrico Beckmann wünscht sich, dass die Sporthalle auch in den Schulferien geöffnet ist, damit Sportangebote stattfinden können.

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