Grenzach-Wyhlen Abstand zum Radler rettet Leben

Die Teilnehmer am Monatstreffen der IG Velo Grenzach-Wyhlen tauschten sich über die Verkehrssicherheit für Fahrradfahrer in der Doppelgemeinde aus. Foto: Willi Vogl

Grenzach-Wyhlen - Beim Monatstreffen der Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen im Emilienpark tauschte man sich über bereits erfolgte und noch zu verfolgende Verbesserungen für die Radler in der Doppelgemeinde aus.

„Abstand rettet Leben“ appellierte das Plakatmotto der IG Velo des Landkreises, dass drei Wochen lang in Grenzach-Wyhlen entlang der B 34 und der Ritterstraße ausgehängt war. Dabei dachte man über eine Vergrößerung der Plakate und weniger Text nach, um auch die schneller fahrenden Verkehrsteilnehmer im Auto unmittelbarer anzusprechen. „Wie für einige Veranstaltungen könne man zusätzlich an fünf Stellen auch mit großen Transparenten mit den Abstandshinweisen für mehr Sicherheit werben“, schlug einer der Versammlungsteilnehmer vor.

Veloschutzstreifen sind für Autofahrer tabu

Die auf der Fahrbahn aufgebrachten Radschutzstreifen f dürfen unter normalen Umständen vom motorisierten Verkehr nicht befahren werden. Aber auch dann käme es bei entsprechender Geschwindigkeit und gelegentlichen Verengungen zu kritischen Situationen. Besonders problematisch seien hierbei oft Querungshilfen für Fußgänger, welche die Fahrbahn zusätzlich verengen. Diese dürfe man nicht mit Zebrastreifen gleichsetzen, da hier der Fußgänger keinen Vorrang vor Autofahrern habe. Das Bremsen von Autofahrern aus Unwissenheit oder Übervorsicht davor führt zu Irritationen. Andere Autofahrer möchten vor dem Radfahrer noch schnell die Verengung etwa am Hörnle passieren und erzeugen damit gefährliche Situationen.

Die IG Velo ist mit der stellvertretenden Ordnungsamt Alessa Mutter im Austausch um beim Regierungspräsidium angemessene bauliche Verbesserungen bestehender Verkehrssituationen oder auch entsprechende Vorabplanungen bei Straßenneubauten zu bewirken. „Bei der Brücke am Hörnle sollen auf Antrag von Frau Mutter nun ein Randstreifen und Reflektoren gesetzt werden“, informierte Sprecherin Friederike Cyriacks die Versammlungsteilnehmer. Nicht immer werden in der Planung die Belange aller Verkehrsteilnehmer ausgewogen und angemessen berücksichtigt. Das beträfe das Thema Beleuchtung innerhalb von geschlossenen Ortschaften oder etwa auch Abwasserabläufe, die mit einer Erhöhung von 35 Millimeter auf dem Fahrradweg eine Unfallquelle darstellen.

Dies und weiteren möglichen Handlungsbedarf erbrachte auch eine Umfrage der Seniorenbeauftragten Ilona Fritz-Schild bei den über 60jährigen Bürgern der Gemeinde. Was für Senioren gilt, gelte in besonderem Masse auch für Kinder und Jugendliche, die auf ihrem täglichen Schulweg auf sichere Wege angewiesen sind. Zusammen mit Bürgermeister Tobias Benz und Ilona Fritz-Schild möchte man beim nächsten gemeinsamen Gesprächstermin das Thema velofreundliche Verkehrsplanung weiterverfolgen.

Günstige Velos gibt es bei Fahrradbörsen

Günstige Velos nicht nur für junge Radler gibt es bei den Velobörsen. Die nächsten finden am 13. April am Meeraner Platz in Lörrach, am 27. April am Oberrheinplatz in Rheinfelden und am 04. Mai auf dem Pflughofareal in Schopfheim statt.

Wer sich für die Belange einer radfahrenden Gesellschaft engagieren möchte oder einfach mal Lust hat, Natur und Landschaft entschleunigt mit dem Velo zu erkunden, ist zu den Feierabendtouren der Ortsgruppe der Doppelgemeinde eingeladen. Die nächsten finden am 26. April und am 31. Mai jeweils um 18.30 Uhr, beginnend an der Hochrheinhalle Wyhlen, statt.

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