Grenzach-Wyhlen Aus 2,9 werden 4,3 Millionen Euro

Die beiden nahezu baugleichen Rathausgebäude in Wyhlen müssen von Grund auf saniert werden. In ein paar Jahren soll noch ein verbindender Neubau dazukommen. Foto: Tim Nagengast

Grenzach-Wyhlen -  Die geplante Sanierung der beiden benachbarten Rathausgebäude in Wyhlen schlägt stärker zu Buche als erwartet. Aus der Kostenschätzung vom vergangenen Herbst ist mittlerweile eine Kostenberechnung von 4,3 Millionen Euro geworden. Immerhin erhöhen sich damit auch die bezuschussungsfähigen Kosten aus dem städtebaulichen Erneuerungsprogramm von Bund und Land.

Gründe, warum es zwischen Schätzung und Berechnung eine derart große Differenz gibt, nannte Architekt Tobias Strecker am Dienstagabend im Gemeinderat gleich mehrere.

Als man in die Planung tiefer eingestiegen sei und sich mit Fachbehörden abgestimmt habe, hätten sich etliche zusätzliche Anforderungen und Erkenntnisse ergeben, die sich auf der Kostenseite merklich auswirkten, sagte Strecker. Dies treffe vor allem auf Bereiche wie Brandschutz, Haustechnik, Tragwerk, aber auch Denkmalpflege zu. Außerdem sei die notwendige Heizungsanlage ausdrücklich nicht Teil der Kostenschätzung gewesen, hielt Strecker fest.

„Wir liegen bei 4,3 Millionen Euro, weil jetzt alles drin ist. Das muss man im Hinterkopf haben“, subsumierte es Bürgermeister Tobias Benz.

„Man muss auch die Vorteile sehen, die das Ganze mit sich bringt“, sagte der Rathauschef. Er spielte damit auf die perspektivisch geplante Zentralisierung der Gemeindeverwaltung am Standort Wyhlen an.

Die Sanierung der beiden Rathäuser dort sei der erste Schritt auf diesem Weg. In diesem Zuge würden dann ja auch wieder Räume frei, in die Teile der Verwaltung derzeit ausgelagert seien – etwa in der Hebelschule. „Es einmal richtig zu machen, ist perspektivisch sinnvoller“, ergänzte Architekt Strecker.

Insgesamt drängt so langsam auch die Zeit. Wie es am Ratstisch hieß, kann die Gemeinde bis Frühjahr 2024 noch umfangreiche Fördermittel aus dem städtebaulichen Erneuerungsprogramm im Kontext des Gesamtprojektes „Neue Mitte Wyhlen“ bekommen. Und dazu gehören auch die beiden Rathäuser. Begonnen werden soll frühestens Mitte September mit dem Rathausgebäude Rheinfelder Straße 21.

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