Grenzach-Wyhlen Bilanz erfreut die Mitglieder

Im Kleinwagen und mit Tablet-Computer machen sich die Mitarbeiter der Sozialstation auf den Weg zu den Klienten. Foto: zVg

„Wir können dankbar sein über solche Einrichtungen“, lobte Ulrike Grether, Vorsitzende der Mitgliederversammlung der kirchlichen Sozialstation, die Mitarbeiter sowie den ehrenamtlichen Vorstand. Zur Entgegennahme des Jahresberichts trafen sich die Vertreter der drei Kirchengemeinden mit der Vereins- und Verwaltungsspitze im evangelischen Gemeindehaus Grenzach.

Grenzach-Wyhlen (rom). Was Geschäftsführer Erich Schwär und der erste Vorsitzende Axel Heitz zu berichten hatten, erfreute die Delegierten. Nach schwierigen Jahren konnte die Einrichtung sich seit 2015 nun stetig positiv weiterentwickeln. Trotz Mehrkosten und Einnahmeausfällen durch die Corona-Krise droht keine wirtschaftliche Gefahr für den Verein.

Digitalisierung

„Die Investitionen der vergangenen Jahre machen sich nun bezahlt“ fasste Schwär zusammen. Auch durch die Corona bedingten Einschränkungen bestätigte sich der eingeschlagene Weg. Teambesprechungen und Fortbildungen wurden in den vergangenen Wochen digital über die tragbaren Computer vollzogen, mit denen seit zwei Jahren die Dokumentation der Pflege- und Hauswirtschaftsleistungen fast nebenbei erfolgt. Weniger Dokumentationszeit, optimierte Arbeitsabläufe und bessere Kostensätze durch Einzelverhandlungen mit den Kostenträgern ermöglichen der Sozialstation eine kostendeckende Ausgangslage und Luft für weitere Verbesserungen.

Neben der Erweiterung des Fuhrparks der Station auf elf Personenwagen wurden Schulungen für kinästhetisches Arbeiten wieder aufgenommen, die präventiv schonendere Abläufe antrainieren. Nach Ende der Corona-Einschränkungen sollen diese Trainings fortgeführt werden.

Zufriedene Mitarbeiter

Personell zeigt sich die Sozialstation gut aufgestellt. Einzig die Auszubildendenstelle für kommenden Herbst ist noch unbesetzt. 40 Personen sind auf 18,9 Stellen angestellt.

„Trotz der nahen Schweiz haben wir eine sehr geringe Fluktuation“, bekannte Schwär stolz und verwies auf eine hohe Zahl langjährig tätiger Mitarbeiter. Der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) beurteilte die Leistungen der Sozialstation kürzlich mit der Top-Note 1,0. Eine Auszeichnung für alle Beteiligten.

61 848 Hausbesuche

„Wir waren im Schnitt bei jedem Einwohner vier Mal im vergangenen Jahr“ verdeutlichte Erich Schwär die Zahl der 61 848 Hausbesuche der verschiedenen Teams, die sich in Pflege, Hauswirtschafts- und Kombinationsleistungen aufteilen. Bis zu 485 Klienten nutzen 2019 die Dienste der Sozialstation. Zu Jahresbeginn waren es noch 440. E

inen leichten Rückgang gab es erst mit Beginn der Corona-Pandemie: „Aus Sorge vor Ansteckung wurden viele Anforderungen abgesagt. Von Beginn an hatten wir einen Krisenstab zusammen mit den Sozialstationen aus Lörrach und Weil und konnten so fast täglich unsere Mitarbeiter auf den neuesten Stand bringen“, berichtete der Geschäftsführer.

Parallel dazu entwickelte Pflegedienstleiterin Antje Schmid die Konzepte für die Videositzungen und digitalen Fortbildungen über einen Online-Anbieter. Mit einem Präventionskonzept wurden Ansteckungen und Übertragungen mit der Covid19-Infektion erfolgreich vermieden. Lohn der Mühen ist die Prämie der Pflegekasse für die Mitarbeiter, die demnächst ausbezahlt werden soll. Außerdem hofft die Sozialstation, dass Einnahmeausfälle und Zusatzkosten ebenfalls übernommen werden.

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