Grenzach-Wyhlen Blühende „Rett mich Kiste“

Ideengeber Yorick Weihs (links) und sein Chef Andreas Hinn mit einer „Rett mich Kiste“ Foto: Vollmar Foto: Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen (mv). Not macht erfinderisch und sorgt auch in Corona-Zeiten für Kreativität und Erfindergeist.

In Grenzach-Wyhlen hat dies das alteingesessene Blumenfachgeschäft Schmitt im Ortsteil Wyhlen beherzigt und versucht mit der Aktion „Rett mich Kiste“ über die Auswirkungen des Lockdowns hinwegzukommen.

Mit der „Rett mich Kiste“ können die Kunden des Blumen- und Gärtnerei-Fachgeschäfts in den verschiedensten Preisklassen auf Bestellung Blumenarrangements oder auch einzelne Blumen ordern.

Die Idee für die „Rett mich Kiste“ hatte Yorick Weihs, Auszubildender bei Blumen Schmitt. Er fand sofort Gehör bei seinem Chef Andreas Hinn, und so wurde das Projekt zunächst über die sozialen Medien veröffentlicht. Auf diese Weise wollte man viele Leute erreichen, wie Yorick Weihs erklärte, ein Anliegen, das umgehend auf Zuspruch stieß. Mittlerweile seien viele Bestellungen eingegangen, so auch Inhaber Andreas Hinn. Er freut sich darüber; dennoch sei dies nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ in der für ihn und sein Unternehmen so schwierigen Corona-Zeit.

Er beklagt, wie auch seine Mitarbeiter, den Lockdown, der es ihm unmöglich mache, Einkommen zu erzielen. Der neuerliche Lockdown und nun auch die Verlängerung komme ihm vor wie ein Berufsverbot mit geschäftsschädigenden Folgen.

Daran könnten auch die angekündigten Hilfsgelder nichts ändern. Er selbst musste diese sogar im vergangenen Jahr, beim ersten Lockdown, in voller Höhe wieder zurückzahlen, weil erst im Nachhinein geprüft wurde, ob die Voraussetzungen für die Hilfsgelder überhaupt vorlagen. In diesem Zusammenhang verwies Andreas Hinn auf zu viel Bürokratie und die nahezu nicht einzuhaltenden Bedingungen, um Hilfsgelder überhaupt erhalten zu können.

In Bezug auf die Hilfsgelder, die nun aufgrund des zweiten Lockdowns versprochen wurden, habe ihm sein Steuerberater gesagt, dass diese bis dato noch gar nicht beantragt werden können. All dies lasse ihn nun in finanzielle Schwierigkeiten geraten, so der Inhaber, schließlich müssten Vorbestellungen aus dem letzten Jahr pünktlich bezahlt werden. Faktisch arbeite er seit einem Jahr umsonst, so die Klagen von Andreas Hinn, der um sein Lebenswerk fürchtet. Er hofft aber dennoch darauf, dass er sein Geschäft so schnell wie möglich wieder öffnen kann, ansonsten wisse er nicht, wie es weitergehen solle.

Mit der Aktion „Rett mich Kiste“ will er daher auch andere Geschäftsinhaber zum Mitmachen animieren, denn die Sorgen und Nöte im Einzelhandel seien vielerorts gleich.  Bestellungen für die „Rett mich Kiste“ können unter Tel. 07624/4216 oder über info@blumen-schmitt.de erfolgen sowie über Facebook oder Instagram.

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