Grenzach-Wyhlen CDU steht für „Chaos Durch Ulrike“

Grenzach-Wyhlen - Auch wenn es diesmal „nur“ die üblichen Verdächtigen waren, die sich in die Bütt wagten, es war unterhaltsam und allemal lustig: Mählsuppe löffle, Ziebelewaie genießen und sich dabei die Vorträge aus der Bütt anhören. Das ist ein Rezept der Grenzacher Fasnacht, das schon seit Jahren erfolgreich ist und stets viele Gäste anlockt. Auch am gestrigen Rosenmontag kamen wiederum viele Gäste ins Haus der Begegnung.

Ins Leben gerufen von der „Zwetschge-Huuser-Clique“, ist das Mählsuppelöffle bis heute – jetzt unter Führung der Zunftspieler – fester Bestandteil der Grenzacher Fasnacht. Ozume Stefan Koppetsch freute sich gestern über die vielen Gäste und darüber, dass die neue Umzugsstrecke allen Unkenrufen zum Trotz bei Akteuren wie Zuschauern gut angekommen sei. „Fetze“ Heinz Weiß schob zudem ein großes Lob für die Mitarbeiter des Werkhofes hinterher. Alles gut also.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Höflich ließen die Grenzacher Narren den Wyhlenern den Vortritt. Uwe Eckert legte mit netten Sticheleien gegen seine Grenzacher Kollegen los: Grenzacher zeichneten sich durch eine extrem hohe Intelligenz aus, aber das seien nur „Fake News“.

Er machte obendrein deutlich, was CDU bedeute: „Chaos Durch Ulrike“. Überhaupt mussten die Christdemokraten diesmal einiges einstecken. Denn auch andere Büttenredner griffen das jüngste Wechselfieber und die Personalflucht bei beziehungsweise aus der örtlichen CDU auf.

Manni Wagner forderte angesichts der neuen Umzugsstrecke, dass die Narren eine Demo machen, „dann muss uns die Polizei wieder auf die B 34 lassen.“

Eine musikalische Einlage gab es mit der „Schlachtplatte“ der Freibänkler, bevor Annette Grether – wie immer mit Hörnerkappe und Tracht – Gereimtes zum Thema Fasnacht vortrug, frei nach Johann Peter Hebel.

Siegfried „Siger“ Grether fand, die Narren sollten sich endlich zusammentun, ihre Mottos passten eh gut zusammen. Er sinnierte über verschwundene Cliquen („Wo bleibt da der Artenschutz?“) und über das Weltklima („Es bedarf eines Kindes fürs Überleben der Menschheit“).

Zunftspieler Thomas Schwab nahm ebenfalls die Umweltdiskussion aufs Korn. Über den Wall zwischen Grenzach und Wyhlen sagte er: „Do liege Bengel, Stei un Dreck, do griegsch e rächte Schreck.“ Es fehle nur noch das Schild „Schutt abladen verboten!“. Er erinnerte zudem an ein längst zerstörtes Biotop „zmitts in Grenzach, dört isch d‘Welt no in Ordnig gsi – im Schlosser Gossi sinem Habitat“.

Die Wyhlemer Schnitzelbänkler bildeten den Abschluss eines gelungenen Vormittags mit ihren Moritaten, bevor sich die Narren über die köstliche Mählsuppe (gestiftet von der Familie Wiedmer vom „Eckert“ in Grenzach und der „Krone“ Inzlingen) sowie die schmackhaften Zibelewaie (gebacken vom Kunzelmann Beck im Waieland und gestiftet von „Siger“ Grether), hermachten. Der Erlös aus dem „Drümmli“, das im Saal kreiste, kommt wie immer der Kinderfasnacht zugute.

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