Grenzach-Wyhlen Coworking-Space ist geöffnet

Rolf Rombach
Informatiker Elvis Bejtovic gehörte zu den ersten offiziellen Nutzern des Pop-up-Coworking-Space in der Markgrafenstraße. Foto: Rolf Rombach

Der temporäre Pop-up-Coworking-Space in Wyhlen hat ab sofort geöffnet. Bis zum 26. Mai können Arbeitsplätze in den früheren „Sportshop“-Räumen nach Buchung kostenlos genutzt werden. Das integrierte Café sorgt für Frühstück und Pausenstärkung.

Nach dreijähriger Planungsphase feiert ein mit EU-Mitteln kofinanziertes Projekt in Grenzach-Wyhlen seine Premiere. Unter der Überschrift „Zukunft.Raum.Schwarzwald“ bekommen in den nächsten Monaten mehrere Städte und Gemeinden entlang des Rheins zwischen Waldshut-Tiengen und Offenburg die Möglichkeit, für vier Wochen flexible Arbeitsplätze anzubieten, um zu erörtern, ob Pendler dadurch einen alternativen Arbeitsplatz nutzen.

In Grenzach-Wyhlen wird nun ein Monat lang bis zum 26. Mai in den ehemaligen Räumen von „Christian’s Sportshop“ – das Geschäft ist umgezogen – in der Markgrafenstraße 12 ein Pop-up-Coworking-Space betrieben.

Reservierung nötig

Wo vor mehr als einer Woche noch vom Werkhof frisch geweißelte Wände die Organisatoren begrüßten, ist nun ein gemütlicher Plauder- und Arbeitsplatz entstanden. Gemütliche Sitzecken, helle Computer-Arbeitsplätze mit großen externen Bildschirmen und Internet stehen – nach vorheriger Reservierung – kostenlos zur Benutzung bereit. Zudem gibt es eine optisch abgetrennte Besprechungsecke, wo sich demnächst auch der Bürgerverein für eine Sitzung treffen möchte, wie an der Eröffnung am Donnerstag zu erfahren war.

Wirtschaftsförderin Silke d’Aubert war zwei Jahre lang mit zahlreichen Projektpartnern im Austausch. Im Rahmen von verschiedenen Workshops wurden im vergangenen Jahr Gründer beraten und Bedarfe erörtert. Mit Erfolg: Schon vor der Eröffnung lagen der lokalen Projektbetreuerin Kerstin Müller 21 Coworking- Buchungen für die nächsten Tage vor. Während der Einweihung am Nachmittag nutzten beispielsweise Elvis Bejtovic und Josephine Obermann die Arbeitsplätze.

Obermann, welche gemeinsam mit ihrer Gründerkollegin Anna Schramm das Finanzberatungsbüro „Bordercrossis“ ins Leben gerufen hat, zeigte sich sehr angetan von der Arbeitsumgebung. „Da wir mit unseren Klienten über finanzielle Dinge sprechen, ist der Raum dafür zwar nicht geeignet, aber Recherche ist hier gut durchzuführen.“ Entsprechend war Obermann nach dem „Soft-Opening“ am Mittwochnachmittag nun schon den zweiten Tag in Folge vor Ort. „Ich würde mich freuen, wenn es eine dauerhafte Lösung gibt. Da wäre dann auch ein vertraulicher Besprechungsraum vorhanden“, zeigte sie sich optimistisch.

Sowohl für Bürgermeister Tobias Benz als auch Silke d’Aubert ist dies das Ziel, welches nach den Erfahrungen in der temporären Einrichtung optimiert und weiterverfolgt werden soll. „Wir wollen Lust auf mehr vermitteln“, sagte d’Aubert. Sie hofft auf rege Resonanz aus der Bevölkerung. Neben dem Verein für Heimatgeschichte hat auch das Landratsamt bereits Termine gebucht. Selbst Benz will das ein oder andere Zeitfenster testweise nutzen, wie er ankündigte.

Begegnung und Austausch

Ziel der Einrichtung ist es, Begegnungen und Austausch zu ermöglichen, was am heimischen Schreib- oder Küchentisch so nicht möglich wäre. Um dies gemütlicher zu gestalten, wurde mit dem neu gegründeten Café „FraNi’s“ eine temporäre Gastronomie integriert. Seine Gründer, Frank Meyer und Nico Bächle, wollen ihre Liebe für guten Kaffee, begleitet von selbstgebackenen Kuchen und Frühstücksangeboten, auch nach der Probezeit im Pop-up fortsetzen.

Zusätzlich ist in den nächsten Wochen auch die Touristinfo in den Räumen zu finden, wie deren Leiterin Nora Jaber vorstellte. Im Eingangsbereich sind die zahlreichen Flyer der Informationsstelle ausgelegt.

Anmeldungen für den Coworking-Space sind über die Homepage www.grenzach-wyhlen.de möglich.

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