Grenzach-Wyhlen Ein „Quantensprung auf der Hochrheinbahn“

Über die Planungen zur Elektrifizierung der Hochrheinbahn unterhielten sich Verkehrsminister Winfried Hermann (2.v.r.) mit (v.li.) Landrätin Marion Dammann, den Gemeinderäten Annette Grether und Günter Holl sowie Grenzach-Wyhlens Bürgermeister Tobias Benz Foto: Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen - Es gibt eine Ziellinie, die man unbedingt halten will: Den Nikolaustag dieses Jahres: Dann nämlich soll die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Elektrifizierung und den Ausbau der Hochrheinbahnstrecke fertiggestellt sein und die Planfeststellung beginnen. Der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg Winfried Hermann (Grüne) sagte am Freitagnachmittag bei seinem Besuch am Grenzacher Bahnhof über das Millionenprojekt: „Diese Region ist sehr aktiv und wurde planerisch nach vorne gebracht, jetzt geht es an die Realisierung.“

Seit vielen Jahren wird an der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke der Bahn geplant. Jetzt geht es in die Schlussphase. Ziel sei der 6. Dezember, das auch um Herr über das Verfahren zu bleiben und in eigener Regie, nämlich der des Landes, das Projekt zu realisieren, betonte der Minister beim Vororttermin in Grenzach, ansonsten würde es in die Zuständigkeit des EBA (Eisenbahnbundesamt) übergehen.

Neben Hermann nahmen Landrätin Marion Dammann, Grenzach-Wyhlens Bürgermeister Tobias Benz, der Landtagsabgeordnete Josha Frey sowie zwei Vertreter der DB Netz AG, Christian Bauer und Michael Felber, teil.

Wie Hermann erläuterte sei als Planungshorizont zwar 2027 angedacht, aber man wolle versuchen, das Verfahren soweit zu beschleunigen, dass der Baubeginn schon 2025 erfolgen könnte. Die Bahnfachleute rechnen mit einer Bauzeit von etwa drei Jahren, sodass spätesten 2030 elektrisch betriebene Züge von Basel in Richtung Singen rollen können. Dafür wird sehr viel Geld in die Hand genommen: Auf rund 290 Millionen Euro sind die Ausbaukosten veranschlagt. „Es kommt eine neue Zeit, und es wird ein Quantensprung auf der Hochrheinbahn geben“, sagte Herrmann.

Die Strecke zwischen Basel und Konstanz verbindet Deutschland mit der Schweiz und wird seit 2012 abschnittsweise elektrifiziert. Nun soll der letzte Abschnitt zwischen Basel Badischer Bahnhof und Erzingen (Baden) mit neuer Technik ausgestattet werden. Durch die Elektrifizierung kann dann die derzeit noch vorhandene „Dieselinsel“ beseitigt werden und es werden damit die Voraussetzungen geschaffen, die Züge in einem Halbstunden-Takt anstatt im derzeitigen Stundentakt verkehren zu lassen.

Hermann sieht in der Zeit des „langen Wartens“ Vorteile, so werden neben der reinen Elektrifizierung nun zusätzlichen Haltepunkte geschaffen und bestehende Bahnhöfe ertüchtigt.

Um den Halbstundentakt zu ermöglichen, müssen auf der Strecke entsprechende Begegnungsbereiche gebaut werden.

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