Grenzach-Wyhlen Einfach magisch!

Grenzach-Wyhlen - Rund 1200 Hästräger haben bei der 25. Auflage des Regio-Nachtumzugs in Wyhlen das Unterste zuoberst gekehrt. Zwischen 6000 und 8000 Zuschauern feierten mit den Narren eine Riesenparty.

Alle, wirklich alle, waren bestens drauf und genossen das düster-lustige Narrendefilee. Nur einer nicht: Justin Westermann. Der Kult-Umzugsmoderator war „völlig verheult und frustriert“, dass ’s Grether-Annettli mit seiner unvermeidlichen rosa „Kopfbedeckung“ heuer nicht neben ihm huldvoll den Massen zuwinkte. „Wo isch ’s Annettli bloß? I bi so dermaße truurig“, greinte der bekennende „Original-Schwarzwälder“. Er musste auch auf Lissi und Claus Schneider verzichten, die diesmal von der anderen Bühne aus moderierten.

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Doch zum Trauern blieb Justin keine Zeit, begrüßte er doch knapp 50 Cliquen und Zünfte, die mit noch mehr teils spektakulär großen Wagen als sonst nach Wyhlen gekommen waren. Darunter waren originelle Sujetwagen mit lokalem Bezug genauso vertreten wie rollende „Boom-Boxen“. Gerade diese machten den Nachtumzug zu einer großen Après-Ski-Sause, übertönten sie doch häufig die mitmarschierenden Guggen und Musikvereine. Auch in Wyhlen erlebt man eben, dass es die „traditionelle“ Fasnacht langsam schwer hat, wenn die Umzüge zu großen Party-Paraden werden. Egal, ob „Johnny Depp-Depp-Depp“, die unvermeidliche „Cordula Grün“ und Promille-Hardstyle („Jägermeister“ von Da Tweekaz): Disko-Schlager und Ballermann-Techno aus druckvollen Boxen bliesen die Gehörgänge kräftig durch.

Wer auf das in Sechserreihen am Straßenrand feiernde Publikum blickte, hatte im Verlauf des Umzugs übrigens das Gefühl, dass die Menschen immer größer würden. Grund: Der Konfettiteppich, auf dem das Publikum stand, wurde dicker und dicker.

Nach rund 80 Minuten dann war der Spaß vorbei. Nur wenige Sekunden nach dem Start des letzten Wagens setzte ein heftiger Sturmregen ein. „Scheiß auf den Regen! Can you feel the sunshine?“, schrie der DJ vom Bäsewage der „Grienloch-Ruäche“, denen viele Dutzend Jugendliche hinterhertanzten, tapfer dagegen an. Die meisten Narren aber flohen vor dem Unwetter, sodass sich die Straßen nach Umzugsende blitzartig leerten.

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