Grenzach-Wyhlen Entdeckungsreise durch den Körper

Spannende Experimente über die Funktion des menschlichen Körpers, wie beispielsweise des Auges, konnten Schüler der Realschule und des Lise-Meitner-Gymnasiums im „Humboldt Bayer Mobil“ machen. Foto: Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen - Ein großer, grün-beiger Truck steht derzeit vor der Hochrheinhalle. Rund um das Fahrzeug tummeln sich Schüler, die auf eine Entdeckungsreise zur „Vermessung des Körpers“ gehen.

Schüler der sechsten und siebten Klassen der Realschule und des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG) können dort im „Humboldt Bayer Mobil“, das fünf Tage lang in der Doppelgemeinde stationiert ist, abseits des Schulalltages an unterschiedlichen Stationen zu Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers forschen.

In dem 17 Meter langen, zu einem mobilen naturwissenschaftlichen Labor ausgebauten Lastwagen haben Schüler an insgesamt 15 Arbeitsplätzen die Möglichkeit, eigenständig fast wie professionelle Wissenschaftler zu experimentieren und zu forschen. Betreut und angeleitet werden die jungen Wissenschaftler bei ihren Experimenten von Studenten der Humboldt-Universität Berlin.

Die Entdeckungsreise durch den menschlichen Körper ist für die Schüler eine spannende Sache. Hoch motiviert und konzentriert gehen sie an die Experimente, die sich mit den Abläufen in ihren Körpern beschäftigten. Sei es, um herauszufinden, wie das Auge funktioniert oder wie die unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen bei heiß und kalt erlebt und empfunden werden. Mit ganz einfachen Hilfsmitteln wurde beispielsweise auch die Funktionsweise des Herzens experimentell erprobt.

Biologie- und Chemielehrer Ulrich Lucas von der Realschule und Schulleiter Christoph Bigler sowie der LMG-Direktor Frank Schührer bestätigen im Gespräch den Eindruck, dass hier die Schüler, trotz der nicht immer erfrischenden Temperaturen, mit Eifer bei der Sache sind.

Es sei eine Win-Win-Situation für die Schüler, die Schulen und nicht zuletzt für die Studenten, welche die Experimente begleiten, sagte Lucas. Manches könne im Schulalltag in dieser Form gar nicht durchgeführt werden, und auch die Studenten profitierten von der praktischen Arbeit im „Humboldt Bayer Mobil“.

Ziel der Aktion ist es, bei den Schülern Neugier und Begeisterung für medizinische und lebenswissenschaftliche Forschung zu wecken, sagte Claudia Radfelder von Bayer Grenzach. Zum zweiten Mal machte das rollende Labor Station in der Doppelgemeinde.

Das „Humboldt Bayer Mobil“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayer Science & Education Foundation, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Stiftung Humboldt-Universität. Der Truck ist normalerweise im Großraum Berlin unterwegs. Dreimal im Jahr jedoch geht er auf Sonderfahrten an deutsche Bayer-Standorte.

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