Grenzach-Wyhlen Es wird langsam besser

Die Ausfahrt vom Parkplatz am Emilienpark hinauf zur Schlossgasse sei oft durch parkende Fahrzeuge unübersichtlich und gerade für Kindergartenkinder gefährlich, wurde im Arbeitskreis Barrierefreiheit moniert.Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Noch immer besteht Nachholbedarf, was die Barrierefreiheit in Grenzach-Wyhlen betrifft. Bei der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Barrierefreiheit berichtete dessen Vorsitzende, Bauamtsleiterin Sabine Schneider, aber auch von Verbesserungen.

Von Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen. So ist das Bürgerbüro inzwischen über eine Rampe und eine elektrische Türanlage barrierefrei erreichbar geworden. Rund 63 000 Euro hat die Gemeinde dafür aufgewendet. Es sei zudem geplant, das Rathaus in der Rheinfelder Straße 19 barrierefrei zu erschließen. Dafür müssten im Haushaltsjahr 2021 entsprechende Mittel eingestellt werden.

Eine geplante Schulung im Bereich des ÖPNV für ältere Menschen durch die Seniorenbeauftragte Ilona Fritz- Schild wurde coronabedingt verschoben und soll im Herbst nachgeholt werden.

Im kommenden Herbst wird im Zuge der gestern offiziell begonnenen Sanierung und Aufstockung (wir berichten noch) die Liftanlage im Schulzentrum montiert. Die Auftragsvergabe sei, sagte Schneider, inzwischen erfolgt.

Erfolgt sind auch Absenkungen der Bordsteinkanten an der Basler Straße in Richtung Kindergarten „Löwenzahn“. Annette Westendorf, Leiterin des Kindergartens, wies darauf hin, dass die Rampe vom unteren Parkplatz am Emilienpark zur Schlossgasse sehr steil sei. Sie bemängelte, dass oft Fahrzeuge so dicht an der Ausfahrt abgestellt seien, dass die Sicht behindert sei. Gerade mit Blick auf die Kindergartenkinder sehe sie Gefahrenpotenzial. Hier sollte man nach Möglichkeiten schauen, den Bereich zu entschärfen, wünschte sich Westendorf.

Neue Homepage

Stephanie Senn von der Pressestelle der Gemeinde stellte die neue Homepage vor. Es sei inzwischen bei der Navigation vieles verbessert worden, aber was die Barrierefreiheit betrifft, müssten noch weitere EU-Vorgaben eingearbeitet werden. Mit Blick auf die Verwendung der sogenannten Leichten Sprache und auch Gebärdensprache bestehe Änderungsbedarf. Weil inzwischen etliche Behördengänge online erledigt werden könnten, komme diesem Bereich – verständliche Formulare und Sprache – immer größere Bedeutung zu. Gertrud Weymann gab zu bedenken, dass es viele – vor allem ältere – Menschen gebe, die nicht internetaffin sind. Denen stehe aber nach wie vor der persönliche Besuch auf den Ämtern offen, wurde betont.

Anregungen

Wieder kamen einige Anregungen aus dem Arbeitskreis bezüglich vorhandener Hindernisse. Eine interessante Idee warf dabei Siegfried Grether auf. In Hessen gebe es Versuche, Bordsteinkanten mit Hilfe von Lego-Steinen überwindbarer zu machen. Man könne dies doch einmal für Grenzach-Wyhlen ins Auge fassen.

Dauerbrenner ist auch die Situation am Bahnhof Grenzach. Das Gleis 2, so Schneider, soll einen Lift erhalten, um so für jedermann erreichbar zu sein. Mit der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke werde dieses Projekt wohl in Angriff genommen. In diesem Zusammenhang sollten auch die Bahnsteigkanten angeglichen werden.

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