Von Heinz Vollmar

Der Froschteich unterhalb des Dängeligeist-Brunnens in Grenzach soll erhalten bleiben. Nachdem Neufeld-Bewohner Wolfgang Scharf vor mehr als 20 Jahren das stehenden Gewässer angelegt und gepflegt hat, liegt die Betreuung des Teiches nun in der Obhut der Bund-Ortsgruppe Grenzach-Wyhlen.

Grenzach-Wyhlen. Bei einer Begehung mit Wolfgang Scharf und Wolfgang Wostl von der Bund-Ortsgruppe ging Scharf auf die Geschichte des Froschteiches, aber auch auf die unzähligen Zerstörungen und den Vandalismus ein, die dem Teich immer wieder zusetzen.

Sowohl Scharf als auch Wostl betonten die Notwendigkeit, den teils unterirdisch verlegten Wasserzulauf offen zu halten. Würden Schlamm, Äste oder Unrat das Rohr verstopfen, würde dies zur Austrocknung des weiter oben liegenden Vorteichs und des Hauptteichs führen. Wostl erinnerte auch daran, dass die von Scharf vor Jahren angelegten Teiche die größten und besten Laichplätze für Amphibien am Grenzacher Oberberg seien. Man finde dort seit Jahren gute Laichansammlungen vor, im Gegensatz zum weiter oben im Wald gelegenen „Gumpen“. Insofern seien die Froschteiche unterhalb des Dängeligeist-Brunnens wichtige Amphibien-Refugien.

Wolfgang Wostl verwies vor allem auf Erdkröten, Grasfrösche, Teichmolche, aber auch auf Libellen. Zudem würden nach wie vor auf der Neufeldstraße und anderswo Amphibien überfahren. Daher sei es wichtig, die Tiere im Wald zu halten, etwa in und an den genannten Teichen. Die beiden Bund-Vertreter fordern daher eine gute Vernetzung der Tümpel und Teiche im Waldgebiet.

Um den Wasserabfluss aus dem Hauptteich zu unterbinden oder wenigstens zu verzögern, wird daran gedacht, naturnahe Hemmnisse einzubringen. „Dennoch gibt es immer wieder, wenn auch kleinere, Löcher, die das Wasser abfließen lassen“, wie Wolfgang Scharf regelmäßig vor Ort feststellt. Diese könnten aber auch von Maulwürfen gegraben worden sein, mutmaßt er.

Dass die Bedeutung der Froschteiche noch nicht von jedem beachtet wird, kann man daran erkennen, dass regelmäßig irgendwelche Gegenstände hineingeworfen werden. Auch spielende Kinder sind immer wieder im Teichbereich zugange und richten bisweilen – zumeist wohl ungewollt – den einen oder anderen Schaden an, sagen die Verantwortlichen.

Daher wollen Wostl und Scharf weiterhin regelmäßig an dem Gewässer nach dem Rechten sehen, säubern und aufräumen, aber auch darum bitten, die Teiche im Sinne der amphibischen Bewohner zu schonen.