Grenzach-Wyhlen Impftag war ein voller Erfolg

Kurzzeitig bildeten sich vor der Hochrheinhalle auch Warteschlangen. Foto: Willi Vogl

Grenzach-Wyhlen - 400 Dosen des mRNA-Impfstoffs von Biontech standen der Gemeinde Grenzach-Wyhlen gestern für die kommunale Impfaktion zur Verfügung. Wenngleich sich kurzzeitig Warteschlangen vor der Hochrheinhalle bildeten, war der Impftag von den Mitarbeitern des Hauptamtes gut durchdacht vorbereitet worden, wie sich vor Ort zeigte.

Die Hochrheinhalle verfügt über ausreichend Parkplätze. Nach der Eingangskontrolle mit Fiebermessung gab es in der Halle selbst ein übersichtliches Einbahnsystem mit den Stationen für die Anmeldung, die Anamnese, das Aufklärungsgespräch, den Impfbereich und den Wartebereich nach der Impfung, um gegebenenfalls sofort auf unmittelbar auftretende Komplikationen reagieren zu können.

Anfangs gab es nicht genügend Rückmeldungen

Im Vorfeld hatte die Gemeindeverwaltung mehr als 2000 Einladungen an die über 70-jährigen Bürger und Bürgerinnen verschickt. Daraufhin gab es 310 Buchungen. Ziel war es aber, alle Impfdosen zu nutzen. Vor allem über die kommunale Sozialabteilung wurde danach kurzfristig weiteren Personenkreisen durch individuelle Kontaktaufnahme ein Impfangebot gemacht. Die restlichen 90 Dosen konnten so etwa an Übungsleiter von Vereinen, Personen mit Mobilitätseinschränkungen, psychischen Problemen oder sprachlichen Barrieren verimpft werden.

Die Zeitspanne von der Buchungsrückmeldung der erweiterten Personengruppen war äußerst knapp, sodass von der Verwaltung schnelles Handeln erforderlich war. „Die 400 Impfzusagen wurden von Mitarbeitern des Hauptamtes am Freitag vor dem Impftermin persönlich in die Briefkästen der Impfwilligen gesteckt“, berichtete Bianca Scarpinato mit dankbarer Anerkennung für das Engagement ihrer Rathauskollegen.

„Wir haben die Gelegenheit beim Schopf ergriffen“, setzt Bürgermeister Tobias Benz, ebenso wie auch einige andere Rathauschefs des Landkreises, auf dezentrales Handeln. „Der Impftag ist eine Dienstleistung für unsere Bürger, die auch den Akteuren und Helfern vor Ort Freude bereitet“, versteht er das Angebot als zentrale kommunalpolitische Aufgabe.

Zu den etwa 50 Akteuren vor Ort zählten neben den Teams aus Hauptamt und Sozialabteilung auch die fünf Ärzte vom mobilen Impfzentrum Lörrach und sechs Helfer vom Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes.

„Vereinzelt leichte Kreislaufprobleme waren die einzigen zu behandelnden Effekte“, berichtete Rettungssanitäter Rolf Rombach. Er verwies auf die Technik im Hintergrund, mit der seine Kollegen und er auch für einen dramatischeren Vorfall wie einen allergischen Schock gewappnet gewesen wären. Allen Impfinteressenten stand Mineralwasser zur Verfügung, ein von der Gemeinde gesponserter Apfel pro Impfling rundete das medizinische Angebot ab. Mehrere Geimpfte dankten Bürgermeister Benz und dem Verwaltungsteam unmittelbar nach der Impfung für das beherzte Handeln.

Weitere Informationen: Die Zweitimpfung ist am 26. Juli geplant, ebenfalls in der Hochrheinhalle.

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