Grenzach-Wyhlen (rr). Spannend haben sie es wieder gemacht, die Organisatoren der beliebten Reihe „Klassikanderswo“.

In der Römervilla erinnerte Peter Weber, einer der drei Mitorganisatoren, an das gelungene Konzer im vorigen Jahr beim Baustoffhersteller Holcim. Im Kieswerk fanden es die Besucher damals beeindruckend, direkt unter dem Lager der riesigen Reifen für Radlader anspruchsvolle Musik zu hören. Marina Schramm, Geschäftsführerin der hiesigen Holcim-Niederlassung, bestätigte nochmals, dass „Klassik anderswo“ etwas ganz spezielles, sogar nachhaltiges sei. Nunmehr ist es schon eine kleine Tradition, dass die Organisatoren Firmen ansprechen, ob denn dort solch ein ungewöhnliches Gastspiel möglich sei.

Roche Pharma sagte sofort zu. Der Platz zwischen den Neubauten biete eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, sei es nun auf der großzügige Freifläche oder auch unter den rund 300 Bäumen. Cornelius Wittahl von der Roche-Geschäftsleitung übermittelte den Dank für diese Auswahl. Das Unternehmen freue sich auf das Konzert auf der „Piazza“ genannte Fläche.

Innovation gelte für alle Produkte bei Roche, aber ebenso gelte es, neue Formen für Kultur zu finden. Helmut Bauckner, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte, blickte in die Ortsgeschichte zurück: Schon immer habe sich die Firma Roche mit großem Engagement in der Gemeinde eingebracht. So habe sie schon in den 30er Jahren (!) des vorigen Jahrhunderts die Restaurierung der historischen Trotte übernommen, in den 80er Jahren brachte sich das Unternehmen beim Bau der Römervilla ein. So sei auch das bevorstehende Konzert ein Beweis dafür, dass die Beziehungen zwischen Ort und Firma mehr sind, als nur die tägliche Arbeit vieler Bürger bei Roche.

Wie schon bei der Bekanntgabe früherer Auftrittsorte gestaltete ein kleines Ensemble ein musikalisches Rahmenprogramm. Diesmal konnte Georg Dettweiler Musikerinnen und Musiker für ein Streichquartett finden, das mit Werken von Mozart, Puccini und Schostakowitsch die Besucher begeisterte.

Zum bevorstehenden Programm sagte Georg Dettweiler, dass wieder das Orchester Linie 38 aus Musikern namhafter Basler Klangkörper eine ganz besondere Mischung spielen werde. Nachdem in den vergangenen Jahren die Streicher dominierten, sollten nun einmal die Bläser überwiegen.

Einzelheiten zum Programm werden im Sommer vorgestellt.