Grenzach-Wyhlen Kostendeckung angestrebt

Die Kindergartengebühren werden um 2,9 Prozent erhöht. Foto: Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen - Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag die Erhöhung der Kindergartengebühren um 2,9 Prozent.

Nachdem im Vorjahr pandemiebedingt auf eine Steigerung verzichtet wurde, folgte das Gremium nun der Empfehlung der kirchlichen Landesverbände. Bereits 2016 hatte der Gemeinderat das Vorgehen, sich künftig an diesem Wert zu orientieren, verabschiedet.

Greifen wird die Anpassung zum neuen Kindergartenjahr ab September. Für Familien mit einem Kind bedeutet die Erhöhung Mehrkosten zwischen drei und 16 Euro. Die soziale Preisstaffelung, abhängig von Einkommen und Kinderzahl, wird entsprechend angeglichen. Familien mit drei Kindern im Haushalt und mit einem Jahreseinkommen von unter 34 000 Euro bezahlen monatlich einen Euro mehr. Ab dem vierten Kind entfallen – wie bisher – die Gebühren. Daneben wurden auch die Einkommensgrenzen um 1000 beziehungsweise 2000 Euro angehoben.

Keine Auswirkung haben wird eine Anpassung im Stundenbereich der Krippenkinder. Im Ganztagesbereich wurde bisher zwischen 45 und 50 Wochenstunden Betreuungszeit unterschieden. Da der Wert von 45 Stunden in der Gemeinde nicht vorkomme, wurde er auf 42 Stunden wöchentlich angepasst, wie Hauptamtsleiter Stephan Schmidt erläuterte.

In der kurzen Aussprache votierten auch die Fraktionen hierfür, wenngleich ungern. „Bevor beim nächsten Mal gleich um fünf Prozent erhöht wird, ist es das kleinere Übel“, sagte Anette Grether (Grüne). „Gute Kinderbetreuung muss erhalten werden. Ohne finanzielle Anpassungen geht das nicht“, erklärte Alfred Klassen (CDU).

„Eine kostenfreie frühkindliche Bildung ist wünschenswert, dafür wären aber Kostenübernahmen vom Land notwendig“, kommentierte Bürgermeister Tobias Benz die Problematik, dass selbst der Bau von Einrichtungen mehr Mittel bedürfte. Hierzu verwies Marianne Müller (SPD) auf kostenfreie Kindergärten in anderen Bundesländern. Vorbildlich in Grenzach-Wyhlen sei zumindest die Staffelung nach Gehalt.

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