Grenzach-Wyhlen Lunchpaket statt Wurstsalat

In grauen Transportboxen sammelten die Abnahmeteams die frischen Blutkonserven. Foto: Rolf Rombach

Grenzach-Wyhlen - Die besonderen Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen der Corona-Prävention machen auch vor den Blutspendeterminen nicht halt. Nachdem im April die Freitagsveranstaltung des Roten Kreuzes in Wyhlen noch abgesagt werden musste, wurde in der vergangenen Woche nun vier Tage lang fleißig roter Lebenssaft gesammelt. Mit 210 Litern Blut konnte dem aktuellen Mangel etwas Abhilfe geschaffen werden.

Zum Schutz der Spender und Helfer galten dabei besondere Regeln: Bereits vor dem Eingang wurde die Temperatur der Spendewilligen gemessen. Diese beantworteten zudem Fragen zu ihrem Befinden und zu ihrem Umfeld.

Und die nächste Besonderheit folgte direkt im Anschluss: Denn obwohl die Menschen mit Mundschutz kamen, erhielten sie vom DRK einen neuen, medizinischen Mund-Nase-Schutz. „Wir wollen sichergehen, dass der Schutz den vorgegebenen Standards entspricht. Daher ist es einfacher, jeder Person einen neuen Mund-Nase-Schutz zu geben“, erläuterte Rettungssanitäter Christoph Graichen am Eingang.

Dann ging es direkt zur Anmeldung, die unter anderem DRK-Bereitschaftsleiterin Melanie Grauli übernahm. Nach dem obligatorischen Selbstauskunftsbogen ging es zum Labor und dem Arztgespräch, ehe der eigentliche Aderlass anstand.

Die Ruhezeit nach ihrer Blutgabe verbrachten die Spender allerdings auf der Abnahmeliege. Spätestens dann fiel die deutlich stillere Atmosphäre in der Halle auf. Und darauf folgte dann der große Wermutstropfen für viele Stammgäste: „Heute gibt es leider keinen Wurstsalat“, führte Jugendleiter Lutz Ebert am Ende des Rundlaufs aus und lud die Spender am Ausgang stattdessen dazu ein, ein Lunchpaket und ein schokoladiges „Danke“ mitzunehmen.

Ein Teil des in der Hochrheinhalle angewandten Konzepts soll auch nach Corona weiterhin angewendet werden, wie vor Ort zu hören war. Denn die Möglichkeit zur Terminreservierung – direkt im Internet oder auch telefonisch bei der Blutspende-Hotline – sei sehr gut angenommen worden, wie Grauli bestätigte. So konnten Wartezeiten vermieden werden. „Einzig der gesellige Abschluss, das Essen, hat gefehlt.“

Bereits am Montag waren 128 Personen gekommen, darunter zehn Erstspender. Und diese kamen nicht nur aus der Doppelgemeinde. Viele Rheinfelder, aber auch aus dem Markgräflerland und dem Wiesental, hatten sich aufgemacht nach Wyhlen.

Am Freitagabend zog der Blutspendedienst mit dem DRK-Ortsverein Grenzach-Wyhlen ein zufriedenes Resümee: 446 Personen kamen über die vier Tage in die Hochrheinhalle. Von 77 Erstspendern waren alleine am Freitag 33 erschienen. 26 Personen mussten aufgrund verschiedener Einschränkungen zurückgestellt werden. So sind derzeit beispielsweise Grenzgänger von der Spende ausgeschlossen. Ein weiterer, häufiger Grund für eine Zurückweisung war ein im Labor festgestellter Eisenmangel.

Weitere Informationen: Das nächste Blutspendezentrum öffnet bereits in dieser Woche seine Pforten: Vom heutigen Montag bis Freitag ist die Spende in der Schlossberghalle Haagen möglich. Um Anmeldung wird gebeten unter www.blutspende.de (https://terminreservierung.blutspende.de/oeffentliche-spendeorte/7954111).

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