Grenzach-Wyhlen „Mit Freud und Luscht“

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Eine Abordnung der Dunnerloch-Zotteli erweckte den Puzzimummel, der auch in diesem Jahr trotz Corona nach der Fasnacht den Flammentod sterben soll. Foto: Heinz Vollmar

Grenzach-Wyhlen (mv). Mit großem Wehklagen und tiefem Frust wegen des Corona-Virus und dessen Folgen hat die Narrenzunft Rolli-Dudel Wyhlen am Dreikönigstag – wenn auch online – die Fasnacht 2022 eröffnet. Die Menschen sollen Mut schöpfen, die „abgespeckten Fasnachtsfreuden“ dennoch genießen.

Mit spitzer Zunge und im Versmaß rief Narrenmeister Ralf Gentner in seinem Prolog die Narren dazu auf, trotz der Corona-Pandemie durchzuhalten, schließlich stecke nur Grenzach „den Kopf in den Sand“ und habe die Fasnacht bereits abgesagt. Wyhlen sei indes „usser Rand und Band“. Gentner münzte kurzerhand den Grenzacher Fasnachtsslogan auf Wyhlen um und rief: „Trotz G’stank der Chemie, Wyhlemer Fasnacht mueß si!“

Im Rahmen der Online-Fasnachtseröffnung auf YouTube, Facebook und anderen sozialen Kanälen erinnerte der Narrenmeister an all die „bösen Folgen“ für die Fasnacht, die der Corona-Pandemie geschuldet sind.

Auch in Wyhlen stehe die Fasnacht auf der Kippe. Man könne daher „nur ins Blaue tippen“. Tatsächlich soll in der kommenden Woche gemeinsam mit der Verwaltung und den Behörden entschieden werden, ob in Wyhlen eine Fasnacht „im Kleinen“ vielleicht doch noch stattfinden kann, wie Gentner auf Nachfrage bekundete.

Ebenso online und mit Videoclips hinterlegt skandierten die Dunnerloch-Zotteli das Motto der Wyhlener Fasnacht: „Gege de Fruscht…mit Freud und Luscht“. Sie erweckten zudem die Fasnachtsfigur des Puzzimummels aus dem Winterschlaf, während dieser aufgrund der Corona-Einschränkungen schon jetzt müde und erschöpft in seinem Wägelchen schlummerte.

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