Grenzach-Wyhlen „Power-to-Gas“ als „Reallabor“

Wasserstoff aus Ökostrom: Die Power-to-Gas-Anlage von Energiedienst in Wyhlen (vorne links) soll zum Reallabor der Energiewende werden. Foto: zVg/Energiedienst

Grenzach-Wyhlen - Energiedienst ist mit seiner „Power-to-Gas“-Anlage in Wyhlen einer von 20 Gewinnern beim Wettbewerb „Reallabore der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

Nun hat das Unternehmen den Förderantrag für sein Projekt „Reallabor H2-Wyhlen“ beim Ministerium eingereicht, wie der Energieversorger mitteilte. Das Projekt soll neue Möglichkeiten für die Nutzung von Wasserstoff erschließen. Ziel ist es, ausgehend von der bestehenden Infrastruktur ein Reallabor der Energiewende für strombasierten Wasserstoff zu schaffen, das Industrieareale, Wohnquartiere und Kommunen mit einschließt.

In einem regionalen Gebiet werden die bedarfsgerechte Erzeugung sowie die lokale Verteilung und Nutzung des Wasserstoffs und der anfallenden Prozesswärme mit tragfähigen Geschäftsmodellen erprobt. Untersucht wird auch, wie sich die Prozesswärme weiterverwenden lässt. So soll der Gesamtnutzungsgrad der Anlage weiter gesteigert werden. Nach Abschluss der Projektförderung soll das Gesamtsystem so weit entwickelt sein, dass ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist.

Im vorigen Jahr eingeweiht

Im vorigen Jahr weihte Energiedienst in Grenzach-Wyhlen eine Power-to-Gas-Anlage ein. Diese wird künftig aus selbstgewonnenem Ökostrom „grünen“ Wasserstoff herstellen. Der Energieversorger hat verschiedene Ideen für die Verwendung des Öko-Wasserstoffs entwickelt. „Das Reallabor ist eine tolle Möglichkeit, weitere Einsatzmöglichkeiten zu erproben und dabei diverse Aspekte klug zu verknüpfen, um den Ausstoß Kohlendioxid (CO 2) zu senken“, erläutert Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Energiedienst Holding. „Unter anderem sind wir mit Kommunen im Gespräch, um den Wasserstoff in den öffentlichen Personenverkehr zu bekommen.“

Auf fünf Jahre ausgelegt

Das Projekt „Reallabore der Energiewende“ ist auf fünf Jahre ausgelegt. Am Ende soll ein Konzept stehen, das inhaltlich, aber auch wirtschaftlich überzeugt. Energiedienst ist zuversichtlich, dass das Ministerium in Berlin dieses ambitionierte Projekt unterstützt.

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