Grenzach-Wyhlen Roche-Endspurt in der Keßlergrube

Wo die geplante Aushubtiefe erreicht ist, haben erste Sohlbeprobungen stattgefunden. Foto: zVg/Roche Foto: Die Oberbadische

Schlussspurt im Baufeld Süd: Mitte September wird das zweite von insgesamt drei Baufeldern vollständig ausgehoben sein.

Grenzach-Wyhlen. Inzwischen wurde im Baufeld Süd eine Aushubtiefe von 6,5 bis zwölf Meter erreicht. Per Mitte August wurden im Baufeld Süd rund 74 000 – von insgesamt 93 000 Tonnen, also 80 Prozent in diesem Baufeld – teils unbelastetes und belastetes Erdreich ausgehoben. Damit sind insgesamt 256 000 Tonnen von etwa 325 000 Tonnen oder gut 79 Prozent des planerischen Gesamtaushubs erreicht. Das ausgehobene Erdreich wird in gasdichten und havariesicheren Spezialtransportcontainern per Schiff zur thermischen Entsorgung nach Deutschland und in die Niederlande abtransportiert.

Im Baufeld Süd fanden zwischenzeitlich erste Sohlbeprobungen statt. Wo die geplante Aushubtiefe bereits erreicht ist, wurden tiefenorientierte Proben entnommen und durch spezialisierte Analytiklabore untersucht. Bei diesem Verfahren müssen behördlich festgelegte Schadstoffgrenzwerte an der Baugrubensohle unterschritten werden. Zeigen die Analyseergebnisse, dass die Quelle der Verunreinigung in den beprobten Bereichen im Baufeld Süd komplett entfernt worden ist, wird im Laufe dieser und der kommenden Woche sauberes, unrecyceltes Erdmaterial angeliefert. Es wird derzeit zwischengelagert im Hertener Gewerbegebiet „Sengern“ (wir berichteten). Dieses dient für den Bau einer Rampe im fertig ausgehobenen und beprobten Bereich des Baufeldes Süd. In dieser Zeit ist laut Roche vermehrt mit Lasterfahrten zur und von der Sanierungsbaustelle zu rechnen.

Regelmäßig finden auf dem Gelände auch Notfallübungen statt. Sie haben zum Ziel, die bestehenden Sicherheitskonzepte weiterzuentwickeln. Für die Notfallübung wurde der Brand eines Baugerätes im Schwarzbereich (kontaminierte Zone) von Baufeld Süd auf einer Tiefe von zwölf Metern ohne Personenschaden simuliert. Im Zentrum der Übung standen neben der Funktionsprobe des installierten Signalgebers die daraus resultierende Evakuierung des Baufeldes und der Büro- und Mannschafts-Container auf dem Areal. Ebenfalls geübt wurden der Einsatz und die Aufgabenlösung der zuständigen DSM-Werkfeuerwehr im Schwarzbereich sowie der Abgleich der Kommunikation zwischen Evakuierung und Koordination vor Ort. Die Notfallübung verlief insgesamt gut, es wurden aber verschiedene Verbesserungspotentiale identifiziert.

Aushub und Rückverfüllung des Baufeldes Süd, des zweiten von drei Baufeldern, können voraussichtlich bis Anfang 2020 abgeschlossen werden. Als dritter und letzter Bauabschnitt wird nach der Umsetzung der Schleusen mitsamt der Logistikfläche das Baufeld Mitte saniert. Somit wird voraussichtlich bis Ende 2020 das gesamte Sanierungsareal von der Altlast befreit sein. Anschließend wird der sanierte Bereich für eine mögliche gewerblich-industrielle Folgenutzung hergerichtet. Zusätzlich erfolgen Rückbaumaßnahmen, und das Areal wird verkehrstechnisch wieder erschlossen. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im Jahr 2021 in Angriff genommen.

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