Grenzach-Wyhlen - Die nächste Hürde zur Realisierung der Neuen Mitte Grenzach ist genommen. Der Technische Ausschuss hat am Dienstagabend dem städtebaulichen Rahmenplan zugestimmt.

Auf seiner Basis sollen der Bebauungsplan angepasst und das Vergabeverfahren zur Investorensuche vorbereitet werden. Der Empfehlungsbeschluss des Technischen Ausschusses fiel einmütig aus. Die Zustimmung des Gemeinderates in knapp zwei Wochen dürfte reine Formsache sein.

Der erste Entwurf des Rahmenplans für die Neue Mitte Grenzach ist ein knappes Jahr alt. Am Dienstag ging es vor allem um Anpassungen und Verfeinerungen.

Zufahrten zur Tiefgarage

Breiten Raum nahm dabei die geplante Tiefgarage ein. Dafür stehen gegenwärtig noch zwei Varianten im Raum: Eine sieht vor, die Garage unter dem „Stadthain“, also dem zentralen Platz der Neuen Mitte, zu bauen. Die Zufahrt soll aber nicht nur – wie ursprünglich geplant – ausschließlich via Seidenweg erfolgen. Der neue Rahmenplan enthält nämlich eine weitere Zu- und Ausfahrt zur Basler Straße hin. Das war ein großer Wunsch der örtlichen Gewerbetreibenden unter dem Dach des Handwerker- und Gewerbevereins (HGV). Dieser wünscht sich eine weiterhin an- und befahrbare Basler Straße, damit die dortigen Geschäfte nicht abgehängt werden, sondern von den neuen Magneten am „Stadthain“ profitieren.

Standort ist noch offen

Eine weitere Möglichkeit, die im Raum steht, ist der Bau der Tiefgarage unter den drei Baufeldern entlang des „Stadthains“ in Richtung der Bärenfelsschule. Dies ist aber abhängig davon, ob die Gemeinde einen Investor findet, der alle drei Baufelder gemeinsam errichten und entwickeln will, wie Christian Weyell vom Stadtplanungsbüro Weyell & Zipse berichtete. Der genaue Standort der Triefgarage ist also noch genauso offen wie ihre Bauherrschaft (Gemeinde oder Investor).

Bildungscampus

Die Bärenfelsschule sowie der direkt neben ihr geplante neue Kindergarten sollen in die Neue Mitte Grenzach integriert werden. Wie Weyell darlegte, wird die Schulstraße dabei als offene Sichtachse vom und zum „Stadthain“ erhalten bleiben. Um Interessenskonflikte zu vermeiden und Sicherheitsvorgaben zu genügen, soll das Schulgelände, durch welches die Achse mitten hindurch läuft, lediglich durch Tore abgetrennt werden. Eine Mauer ist nicht angedacht. Außerhalb der Schulzeiten soll die Durchgängigkeit vom Platz zur Schulstraße somit gewahrt bleiben. Weyell sagte: „Wir wollen den Bildungscampus nicht visuell abschotten, sondern ins öffentliche Leben integrieren.“ Ziel sei ein Kompromiss aus öffentlichem Interesse und dem der Bildungseinrichtungen, hielt der Planer fest.

Weyell griff damit die Kritik von Sabine Braun auf. Die Rektorin der Bärenfelsschule hatte zur Sitzungsbeginn an Bürgermeister Tobias Benz eine Stellungnahme übergeben und darum gebeten, über die geplanten Fußgängerführungen nachzudenken. Es gelte, „zu viel Fußgängertourismus“ auf dem Schulgelände zu verhindern.

Ein Elternsprecher bat die Gemeindeverwaltung darum, die Größe der an den Campus angrenzenden Baufelder zugunsten der Bärenfelsschule zu überdenken. Auch er überreichte eine schriftliche Stellungnahme. Benz sicherte in diesem Zuge zu, den Flächenbedarf der Schule bereits eingerechnet zu haben – dies auch mit Blick auf steigende Schülerzahlen.