Grenzach-Wyhlen (mv) .Der SPD-Ortsverein Grenzach-Wyhlen hat eine neue Führungscrew. Bei der Generalversammlung des Ortsvereins wurden Marianne Müller und Robert Blum neu an die Spitze gewählt. Sie lösen die bisherige SPD-Führung um Stephanie Gimbel und Thomas Möcklinghoff ab. Des weiteren führt die Orts-SPD offenbar Gespräche mit einem potenziellen Bürgermeisterkandidaten.

Mit der Wahl von Marianne Müller und Robert Blum setzen die Sozialdemokraten die seit einigen Jahren praktizierte Möglichkeit fort, mit einer Führungsmannschaft die politischen Herausforderungen der Zukunft anzugehen.

Bereits vor seiner Wahl hatte Robert Blum gefordert, der SPD-Ortsverein solle mehr Profil zeigen und die Bürger besser und umfänglicher über seine Arbeit informieren. Dem widersprachen jedoch Christa Wolf, Fraktionssprecherin im Gemeinderat, und ihr Ratskollege Heinz Intveen.

In seinem Bericht ging der scheidende Vorsitzende Thomas Möcklinghoff nochmals auf die Eckpunkte der SPD-Arbeit in den zurückliegenden zwei Jahren ein. In den Mittelpunkt stellte er diesbezüglich die Kandidatensuche für die Kommunalwahlen 2014 und die Erstellung des Wahlprogramms.

Die Bring-und Holaktion der SPD war ein weiteres Thema. Die Aktion soll im Oktober dieses Jahres gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt erneut veranstaltet werden.

Als beherrschendes Thema bezeichnete auch Christa Wolf das Engagement um die Kommunalwahlen. Sie freute sich, dass die SPD über 7000 Stimmen mehr als vor fünf Jahren erhielt. Die Kommunalwahlen und auch der nun anstehende Bürgermeisterwechsel hätten jedoch zahlreiche Vorhaben etwas gebremst. Spürbare Verbesserungen habe man aber vor allem in der Kinderbetreuung erreichen können. Die Schulsituation sei darüber hinaus ein wichtiges Thema, um das man sich fortan kümmern müsse.

Erfreut zeigte sie sich darüber hinaus, dass aufgrund eines SPD-Antrages im Oktober ein Familientreff eingerichtet werden konnte, der in Wyhlen in den ehemaligen DRK-Räumlichkeiten seinen Standort haben wird. Mit Sorge betrachtete sie indes die fehlende Umfahrung der B 34, aber auch die Problematik um die Kesslergrube. Diesbezüglich setze sich die SPD für eine „nachhaltige Sanierung“ ein, so die SPD-Fraktionssprecherin.

Der scheidende Kreisrat Heinz Intveen ging bei der Versammlung derweil auf die großen Problemstellungen in der Kreistagsarbeit ein. Als Glücksfall bezeichneter er die Tatsache, dass er, obwohl er nicht mehr in den Kreistag gewählt wurde, nach wie vor im Regionalverband Hochrhein/Bodensee vertreten ist.

Eine weitere wichtige Frage im Rahmen der Versammlung war auch die mögliche Unterstützung eines Bürgermeisterkandidaten beziehungsweise eines Kandidatin.

Bereits vor Beginn der Versammlung hatte der scheidende Vorsitzende Thomas Möcklinghoff gegenüber der Presse mitgeteilt, dass man sich noch am Versammlungsabend darüber unterhalten wolle.

Eine mögliche Kandidatin sowie ein weiterer potenzieller Kandidat wohnten dem nichtöffentlichen Teil der Versammlung zwar bei – sie stammen dem Vernehmen nach aus dem Ort, es wurde jedoch darum gebeten, ihre Namen nicht zu nennen, da noch nichts entschieden sei. Aktuell hält sich die SPD zu diesem Thema bedeckt.

Bei den weiteren Wahlen zum Vorstand des SPD-Ortsvereins wurden Dirk Feltes zum Kassierer und in Abwesenheit Mirko Wedel zum Schriftführer gewählt. Als Beisitzer fungieren Annette Wedel, Leon Intveen, Heinz Intveen und Thomas Möcklinghoff. Zu Kassenprüfern wurden Heinz Schwarz und Erika Claßen bestellt.

Als Delegierte für die Kreisdelegiertenkonferenz wurden Heinz Intveen, Marianne Müller, Robert Blum, Dirk Feltes und Thomas Möcklinghoff gewählt. Ersatzdelegierte sind Christa Wolf und Annette Wedel.