Grenzach-Wyhlen Vielfalt der Kommunalpolitik zeigt sich

SB-Import-Eidos
Svenja Einwald begeisterte mit ihrem Steptanz.                    Foto: Rolf Reißmann

Grenzach-Wyhlen (rr). Viele Besucher, ein tolles Kulturprogramm und ein optimistischer Ausblick – das gab es beim Neujahrsempfang der Gemeinde.

Bürgermeister Tobias Benz begann seinen Ausblick mit den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. 175 Geflüchtete von dort fanden in Grenzach-Wyhlen Aufnahme. Die meisten davon kamen in 45 angemieteten Wohnungen unter. Alle 56 Kinder und Jugendlichen fanden Platz in Schulen und Kindertagesstätten. In einem kurzen Rückblick verwies Benz darauf, dass die Gemeinde in den zurückliegenden acht Jahren mehr als 18 Millionen Euro in die Schulen investiert habe. Dem demografischen Wandel angemessen, werde nun eine neue Tagespflege für Senioren entstehen, untergebracht in einem Gebäude neben dem Haus der Begegnung. Noch im ersten Halbjahr soll der Bau beginnen.

Dazu passend informierte Benz, dass für das Projekt Stadthain als Kern der neuen Mitte Grenzach ein Investor gefunden wurde. Ende 2023 solle die Realisierung dieses Vorhabens beginnen. Den Strategieprozess Grenzach-Wyhlen 2040 wolle man mit verschiedenen Beteiligungsformaten starten, fügte er hinzu.

650 Wohneinheiten sind im Gebiet Kapellenbach-Ost geplant. Ein Nahwärmenetz soll das neue Wohngebiet versorgen. Dies sei das zentrale Vorhaben der Gemeinde zum Thema Klimaschutz. Für mehr Tempo brauche es aber eine bessere Finanzausstattung der Gemeinden, sagte Benz.

Er kritisierte, dass Bund und Land den Gemeinden stets neue Lasten aufbürdeten – ohne den nötigen finanziellen Ausgleich.

Erfreut äußerte sich Benz über die Zusammenarbeit mit der Industrie. Das nun die amerikanischen Eigentümer das Familienunternehmen Wetzel schließen, sei bedauerlich, berge aber die Chance für eine nutzbringende Umgestaltung, zumal die Gemeinde keine eigenen Gewerbeflächen mehr besitze.

Wesentlicher Teil der Lebensqualität der Gemeinde sei die gemeinsame Ausgestaltung des Gemeinwesens. Er dankte den mehr als 70 Vereinen und sozialen Initiativen. Für dieses Jahr stellte er die Gründung einer Bürgerstiftung in Aussicht.

Der Empfang wurde von Künstlern aus dem Ort umrahmt, darunter das Jugendensemble des Akkordeonorchesters, Ihor Diachenko, Jazz-Saxofonist aus der Ukraine, und Svenja Reinwald, Deutsche Meisterin im Steptanz. Zu den Gästen zählten unter anderem der Bundestagsabgeordnete Christoph Hoffmann und Landrätin Marion Dammann.

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