Grenzach-Wyhlen Zeitplan für Bürgerstiftung steht

Rolf Rombach
Ein Teil des Arbeitskreises zur Gründung der Bürgerstiftung (von links): Christian Kowatzki, Andreas Krezmar, Detlev Hoffmeier, Stefan Hoog und Rüdiger Rothfuchs. Foto: Rolf Rombach

Der Zwischenbericht des Arbeitskreises im Familientreff Wyhlen macht neugierig auf die heiße Phase der Gründung der Bürgerstiftung. Der Info-Treff trifft indes diesmal auf wenig Resonanz von außen.

Schon fast im Rekordtempo nimmt die vom Bürgerverein angestoßene Bürgerstiftung feste Konturen an. Davon berichteten Stefan Hoog und Rüdiger Rothfuchs vom zuständigen Arbeitskreis am Donnerstag im Familientreff „Alte Post“ in Wyhlen. Zum 13. November möchte man zur Gründungsversammlung in das Haus der Begegnung einladen. Was bis dahin noch zu erledigen ist, berichteten die beiden. Leider ohne Beteiligung der Bevölkerung.

Vier Phasen-Plan

Anwesend waren nur weitere Mitglieder des Arbeitskreises. Deutlich mehr Resonanz erfuhr die Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr mit 80 Besuchern. „Im Vergleich zu Freiburg, das 15 Mal so groß ist wie Grenzach-Wyhlen und 120 Besucher hatte, ist das schon der erste Erfolg“, erinnerte Hoog rückblickend.

Enge Absprache mit Finanzamt

Der Arbeitskreis stelle derzeit die zweite Phase der Gründung dar. In enger Absprache mit dem Finanzamt und der für Stiftungen zuständigen Stelle beim Regierungspräsidium Freiburg wird derzeit die Satzung mit den Stiftungszwecken finalisiert. Die „Botschafter-Phase“ wird dann die dritte Etappe sein, mit der die Reichweite des Projekts deutlich erhöht und die Absichtserklärungen zum Stiften eingeholt werden sollen. Ist das Mindestkapital von 200 000 Euro erreicht, steht dem Start der Bürgerstiftung nichts mehr im Weg.

Stiften oder spenden

Ist die Stiftung gegründet, wozu zwingend das Startkapital notwendig ist, wird es weitere Möglichkeiten für Zuwendungen geben, erläuterten Hoog und Rothfuchs. Während „Geldstiftungen“ dauerhaft in den Stiftungsstock eingelegt werden und nur die Renditen daraus ausbezahlt werden, können „Geldspenden“ durchlaufen. Das heißt, der Spender nennt einen konkreten Zweck, und das Geld wird hierfür direkt und vollständig verwendet. Beide Optionen sind steuerlich begünstigend, was die Bürgerstiftung dann bescheinigen darf.

Kapital für Gemeinde

Wie Detlev Hoffmeier ausführte, zeige die Praxis, dass mehr Spenden als Erträge ausgeschüttet würden. Stefan Hoog betonte, dass mit beiden Optionen Kapital in der Gemeinde gehalten werden könne, um von Bürger zu Bürger etwas Gutes zu tun. „Wir hoffen auf den Schneeballeffekt“, zeigte sich Rüdiger Rothfuchs zuversichtlich, dass sowohl Zuwendungen als auch begünstigte Projekte mit der Zeit zum Selbstläufer werden.

Start im Herbst

Zum 19. Juni lädt der Arbeitskreis nochmals zu einem Vortrag ein, ehe es am 16. Oktober ernst werden soll. Ab 19 Uhr wird im Haus der Begegnung die Gründungsversammlung vorbereitet, die dann vier Wochen später am 13. November um 19 Uhr den Auftakt des „Vorhabens für die Ewigkeit“ bilden soll.

Gütesiegel angestrebt

Um früh das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, strebt der Arbeitskreis Bürgerstiftung bereits zum Start das Gütesiegel des Bundesverbands der Bürgerstiftungen an, wozu die Umsetzung von zehn festgelegten Merkmalen zwingend erforderlich ist. Diese werden auch unter www.buergerstiftung-gw.de vorgestellt.

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