Häg-Ehrsberg Jugendliche kümmern sich selbst

Die Schlüsselträger des Hägelberger Jugendraums: Lukas Leyendecker (links) und Fabian Bühler (rechts) Foto: Katharina Maß Foto: Markgräfler Tagblatt

Von Katharina Maß

In Hägelberg kümmern sich die Jugendlichen selbst um ihren Jugendraum. Hier haben sie einen Rückzugsort, schauen Fernsehen, spielen Wii oder hören Musik. Demnächst soll die Küchenzeile erneuert werden, dann wird auch mal Pizza gemacht.

Der Hägelberger Jugendraum ist hell und durch die vielen Fenster vom Licht durchflutet. An der einen Wandseite steht ein großes, dunkelgraues Ecksofa mit roten Kissen und einem weißen Couchtisch, gegenüber befindet sich ein Bartisch mit Stühlen. Vier Jugendliche aus dem Ort sind als Stammgäste regelmäßig hier, manchmal kommen noch andere Jugendliche dazu. Die fünfzehn- bis siebzehnjährigen treffen sich ein bis zwei Mal die Woche, unter ihnen sind auch Fabian Bühler und Lukas Leyendecker, die die Schlüssel für den Raum verwalten. „Manchmal spielen wir dann hier was, wir haben auch `ne Wii oder wir schauen Fernsehen“, sagt Fabian Bühler. Sein Kumpel Lukas Leyendecker ergänzt: „Wenn wir Lust haben, hören wir auch Musik, dann schließen wir unser Handy an die Boxen an“. Der Raum wird im Sommer öfter genutzt als im Winter. Bei schönem Wetter spielen die Besucher draußen auf der Straße auch mal Fußball. Wenn jemand Lust hat zu kommen, sprechen sich die Jugendlichen untereinander ab, viele kennen sich schon. Außerdem kann über die Ortsverwaltung Kontakt aufgenommen werden und die Jugendlichen schickten auch schon Einladungen per E-Mail an mögliche Besucher in der richtigen Altersklasse. In dem Raum, der Interessierten zwischen zwölf und 21 Jahren offen steht, gibt es zudem einen Tisch und eine Küchenzeile. Die soll bald erneuert werden, ein Backofen ist ebenfalls in Aussicht. „Dann können wir hier auch mal Pizza oder so machen“, sagt Lukas. Vor allem dient der Raum aber als Rückzugsort und Treffpunkt. „Das ist einfach ein gemeinsamer Raum, in dem sich jeder treffen kann, auch mit vielen Leuten“, fasst Fabian zusammen. Er und Lukas besuchen den Jugendraum seit fast vier Jahren, eigentlich gibt es ihn aber schon länger. Bereits vor zehn Jahren kamen Jugendliche auf die Idee, einen Treffpunkt im Dorf zu schaffen. 2008 wurde der Raum neben der Feuerwehr eingeweiht. Die Gründer kommen manchmal immer noch in den Raum, erzählt Fabian, wobei die Jüngeren ihn häufiger nutzen. Und so wurde der Jugendraum an die nächste Generation übergeben, die ihn weiter am Leben hält und somit einen Treffpunkt und Rückzugsort im Dorf hat.

Wer den Jugendraum bei der Feuerwehr einmal besuchen möchte, kann über die Ortsverwaltung per E-Mail an post@ov-haegelberg.de Kontakt aufnehmen.

Die Öffnungszeiten des Jugendraums sind nach Absprache.

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