Handball Aufholjagd kommt zu spät

Die Enttäuschung bei den HSG-Akteuren ist groß. Foto: Bähr Foto: Die Oberbadische

Lörrach (mib). Diesmal hat es nicht geklappt, diesmal war der Sechs-Tore-Rückstand eine zu hohe Hypothek. Wäre Tobias Ludwigs Wurf vier Sekunden von der Mittellinie nicht ein Meter neben dem Tor gelandet, dann hätte die HSG Dreiland in der Landesliga Süd der Männer sogar noch einen längst nicht mehr für möglich gehaltenen Zähler in der Wintersbuckhalle behalten.

Jubeln durfte am Ende verdientermaßen die SG Schenkenzell-Schiltach, die über 50 Minuten die bessere Mannschaft war und mit 22:21 (12:9) die Oberhand behielt. „Der Unterschied zwischen schlecht und gut ist einfach zu groß bei uns“, machte HSG-Trainer Igor Bojic klar. Es fehle derzeit einfach etwas. „Wir wollen den Gegner nicht austricksen und mit allen Mitteln besiegen. Es fehlt uns die Siegermentalität.“

Während die Abwehr wieder sehr stabil stand und hinten dran Lukas Stich mit teilweise sensationellen Paraden seine Teamkollegen noch im Spiel hielt, war das Angriffsspiel der HSG an diesem Samstagabend eigentlich nicht vorhanden.

Die vielen einfachen, technischen Fehler passten auf keine Kuhhaut. Es war haarsträubend, was die Hausherren da für Pässe und am Ende auch für gute Chancen in den Sand setzten. Nikolaj King im Kasten machte seinem Nachnamen alle Ehre und zog den HSG-Akteuren den Zahn. Ob das nun Ludwig war, Kevin Welte oder sonst wer, die Angst vor dem Abschluss war deutlich zu erkennen. „Da ist eine Blockade da und eine Unsicherheit, wenn es nicht läuft“, meinte Bojic.

Zudem fehlte eine ordnende Hand auf dem Feld, Spielsysteme wurden nicht angesagt und es wurde lieber quer statt nach vorn gespielt. Dass die HSG dennoch an einem Punktgewinn schnupperte lag in erster Linie an den Gästen, die im Gefühl des sicheren Sieges nachließen und mit der offenen Deckung absolut gar nicht klar kamen. 4:19 Minuten vor dem Ende stand es 16:22 aus Sicht der HSG, die sich – und das muss auch erwähnt werden – nicht hängen ließ und einmal mehr Moral zeigte.

Es reichte aber nicht mehr, und so steckt die HSG Dreiland weiterhin im hinteren Tabellendrittel fest.

Tore für HSG Dreiland: Hopp 2, Knössel 7, Welte 3, Niklas Weber 1, Ludwig 5, Schamberger 1, Pit Weber 2.

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