Handball Corona erschwert alles

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Maria Winzer fehlt der HSG Dreiland im Rückspiel beimTV Todtnau                              Foto: Grant Hubbs

Weil am Rhein (mhu). Die Situation bei der Frauenmannschaft der HSG Dreiland kann getrost als angespannt bezeichnet werden. Nicht nur, dass die HSG derzeit ohne Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz steht, auch die Spielerinnendecke wird immer dünner. Ohne fünf Akteurinnen muss Trainer Alexander Ernst am morgigen Sonntag (Anwurf: 14.30 Uhr) zum Derby beim TV Todtnau antreten.

Drei Spielerinnen sind derzeit verletzt, hinzu kommt aufgrund der Corona-Alarmstufe der Ausfall von Maria Winzer und Pia Reisenauer. Die beiden erfahrenen Spielerinnen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geimpft. So dürfen sich erneut Torhüterin Vivien Potoniec und Feldspielerin Marie Fuchs über einen Einsatz in der Frauenmannschaft freuen. Normalerweise spielen Potoniec und Fuchs noch in der A-Jugend.

Mit dem TuS Ottenheim gibt es eine Mannschaft, welche die Liga derzeit nach Belieben dominiert. Gegen den derzeitigen Tabellenführer gab es für Ernst und seine Frauen eine deutliche Niederlage. Die anderen Partien – so auch das Hinspiel gegen Todtnau – waren immer knappe Niederlagen. Daher ist die Hoffnung beim HSG-Trainer mehr als nur berechtigt, dass am Sonntag der berühmte Knoten endlich einmal platzen könnte. „Das Hinspiel haben wir verloren, weil wir in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff bekommen haben.“

Derzeit findet für Ernst im Bezug auf die sportliche Zukunft – egal ob nah oder fern – vieles nur im Konjunktiv statt. „Wenn man sieht, dass wir im Hinspiel vorne auch 31 Tore erzielt haben, dann wäre das eine oder andere vielleicht möglich“, so der Trainer. Dazu muss aber im Hochschwarzwald eine solide Leistung erbracht werden, die Chancen genutzt werden und „wir vor allem in der Abwehr einen besseren Zugriff bekommen.“

Während bei der HSG aber erfahrene Leistungsträgerinnen fehlen, können die Gastgeberinnen wohl aus dem Vollen schöpfen. „Todtnau hat den Vorteil, dass sie drei, vier Spielerinnen haben, die jederzeit einfache Tore gewährleisten können“, weiß Ernst um die Stärke des Gegners. „Da müssen wir einfach hellwach sein.“ Allerdings greift die 2G-Regelung auch beim TVT, so dass Ernst die derzeitige personelle Situation beim Gegner auch nicht genau abzuschätzen vermag.

Todtnau geht auf jeden Fall als der vermeintliche Favorit in die Partie. Trotzdem sieht der Trainer seine junge Mannschaft nicht chancenlos. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, dann können wir aber auf jeden Fall dagegen halten.“

Da wiegt der momentane Ausfall von Maria Winzer doppelt schwer. Schon nach ihrer Disqualifikation am vergangenen Wochenende gab es einen deutlichen Bruch im Spiel. Nun fehlt Winzer von Beginn an. Mit Reisnauer fehlt zudem eine torgefährliche Spielerin auf der Linksaußen-Position. „Das sind Faktoren, die man nicht unterschätzen darf.“

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