Handball Für die HSG ist ein Heimsieg Pflicht

Mirko Bähr
Florian Förster (am Ball) bestreitet mit Schopfheim ein Heimspiel.:        Foto: Grant Hubbs

In der Landesliga Süd der Männer muss die abstiegsgefährdete HSG Dreiland ihr Heimspiel in Weil am Rhein gegen die SG Waldkirch/Denzlingen unbedingt gewinnen. Schützenhilfe könnten die beiden anderen Oberrhein-Teams leisten.

Die SG Maulburg/Steinen gastiert in Oberhausen, und der HSV Schopfheim erwartet den TV St. Georgen.

TuS Oberhausen (12.) – SG Maulburg/Steinen (5.); So., 16.30 Uhr: Auf dem Papier ist die Frage nach dem Favoriten in dieser sonntäglichen Partie schnell beantwortet. Doch SG-Coach André Leuchtmann will von einem Spaziergang nichts wissen. „Es erwartet uns eine kampfstarke Truppe, die bis zum Schluss immer alles gibt.“

Seine Jungs müssen sich auf einen heißen Tanz einstellen. Schließlich geht es für den TuS Oberhausen um den Ligaerhalt. In der entscheidenden Phase der Saison geht es für den Gegner um alles. Selbst wolle man nicht locker lassen. „Es gibt auch gar keinen Grund dazu. Wir wollen wieder gewinnen“, macht Leuchtmann klar.

Für die SG gilt es den Kampf anzunehmen und vor allem die zwei besten Akteure des TuS in den Griff zu bekommen. „Sie haben einen super Rechtsaußen und Halblinken“, weiß Leuchtmann. Es brauche eine gute, aggressive Abwehr, die die Anspiele verhindere und den Gegner zu Fehlern zwinge.

Und vorne? „Im Angriff müssen wir unsere Chancen nutzen. Das wurde auswärts zuletzt in Herbolzheim gar nicht gemacht von uns. Nun aber wollen wir es besser machen, geduldiger sein“, erklärt Leuchtmann, der auf die guten Ergebnisse des TuS verweist. Der habe unter anderem gegen Dreiland und in Köndringen-Teningen gewonnen. „Der Gegner besitzt Qualität.“

Personell muss Leuchtmann auf zwei wichtige Stützen verzichten. Jakob Tiedtke fehlt aufgrund seiner Schulterprobleme, und Marvin Grun weilt derzeit in Asien im Urlaub. Sonst aber sind alle Mann an Bord.

HSG Dreiland (11.) – SG Waldkirch/Denzlingen (4.); Sa., 20 Uhr: Dringend Punkte benötigt die HSG Dreiland. Das Abstiegsgespenst schwebt bedrohlich über der Brombach-Weiler Equipe. Aus den anvisierten beiden Zählern in St. Georgen wurde zuletzt nichts. Jetzt geht es gegen den Tabellenvierten. Und vor dem eigenen Anhang in der Weiler Markgrafensporthalle ist ein Sieg nun fast schon Pflicht.

„Zuhause wollen und müssen wir gewinnen. Das gilt nicht nur für diese Partie“, macht HSG-Trainer Markus Schönmüller deutlich. Das Hinspiel bei der SG Waldkirch-Denzlingen ging mit drei Toren Differenz verloren. Schönmüller erinnert sich an ein „enges Match“, bei dem am Ende die schwache Chancenverwertung ein besseres Ergebnis zunichte gemacht hat.

Und die alles andere als optimale Torausbeute zieht sich wie ein roter Faden durch die bisher doch eher verkorkste Spielzeit. Gute Möglichkeiten werden leichtfertig vergeben, am Ende jubelt dann der Gegner. Das soll am Samstag aber anders sein. „Wir wollen diesmal den Spieß umdrehen“, sagt Schönmüller.

Zum einen sei der kommende Gegner nicht unschlagbar, zum anderen spiele die HSG zuhause. Das macht Schönmüller optimistisch: „Zuhause spielen wir immer besser, auch weil wir mit den Fans im Rücken schneller agieren.“

Schönmüller hat in dieser Begegnung die Qual der Wahl. Der Kader ist bis auf den verletzten Niklas Weber komplett. Die Vorzeichen stehen also gut für den Tabellenelften, um beide Punkte auf der Habenseite verbuchen zu können.

HSV Schopfheim (13.) – TV St. Georgen (9.); Sa., 19.30 Uhr: Nach dem Punktgewinn (26:26) gegen die SG Allensbach/Dettingen-Wallhausen geht es für die Schopfheimer Handballer erneut vor den eigenen Fans zur Sache. Zu Gast ist der Tabellenneunte TV St. Georgen, der zuletzt im wichtigen Abstiegskampfduell gegen die HSG Dreiland die Oberhand behielt.

Vergangenes Wochenende sah HSV-Coach Felix Hodapp ein „Festival der Fehlwürfe“ von seinen Schützlingen, nun hätte er nichts dagegen, wenn es diesmal ein „Festival der Tore“ wäre. „Wichtig ist, dass wir endlich unsere klaren Chancen nutzen. Dann ist alles drin“, meint Hodapp, dessen Team, obwohl als Vorletzter mit nur noch theoretischen Chancen auf den Ligaverbleib, sich noch nicht kampflos geschlagen gibt.

Das soll auch gegen die Schwarzwälder zu schaffen sein, die im Hinspiel den Schopfheimern aber „deutlich die Grenzen“ aufgezeigt“ hätten, wie Hodapp nur ungern zurückblickt. Will der HSV besser aussehen, ja vielleicht etwas Zählbares für sich verbuchen, dann gilt es in erster Linie die schnellen Angriffe des Gegners zu unterbinden. „Gegen die HSG Dreiland hat das ganz schlecht geklappt. Aber ich hoffe, wir haben daraus gelernt und stellen uns dieses Mal besser auf diese Spielweise ein.“

Hodapp möchte im Heimspiel eine aggressive Abwehr sehen: „Damit wollen wir versuchen, das Spiel möglichst lange offen zu halten.“

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