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Handball, Landesliga Harz, aber herzlich geht es wieder los

Michael Hundt
Bruno Kempf und die HSG Dreiland gelten als Mitfavorit. Foto: / Hubbs

Am Samstag startet die Handball-Landesliga wieder in den Spielbetrieb. Mit von der Partie sind gleich drei Männermannschaften. Neben den beiden arrivierten Teams der HSG Dreiland und der SG Maulburg/Steinen, mischt der Aufsteiger HSV Schopfheim mit.

Unterschiedlicher können die Zielsetzungen bei den drei Männer-Mannschaften aus dem Landkreis in der Handball-Landesliga Süd nicht sein. Aufsteiger HSV Schopfheim will den Charakter der Fahrstuhlmannschaft ablegen und die Klasse halten. Bei der SG Maulburg/Steinen wollen die Verantwortlichen schauen, inwieweit man in der kommenden Saison oben mitspielen kann. Und bei der HSG Dreiland sind nach der vergangenen Saison die Ziele klar: In der Landesliga oben mitspielen und den Aufstieg in die Südbadenliga ins Visiernehmen. Das die neue Spielzeit beginnt für alle drei Mannschaften in der Fremde.

HSV Schopfheim will die Klasse halten

In den vergangenen Jahren hat sich der HSV Schopfheim das Image einer Fahrstuhlmannschaft erspielt. Immer wieder versuchte der HSV in der Landesliga Fuß zu fassen, doch diese Bemühungen waren nicht immer erfolgreich. Nun wollen es die Schopfheimer Männer erneut versuchen. Mit Felix Hodapp kehrte zum Saisonbeginn ein bekanntes Gesicht auf die Trainerbank zurück. Eigentlich wollte der erfahrene Coach, der zuletzt die Herren des TV Todtnau trainierte, nur die E-Jugend coachen. Nun stellt er sein Wissen und seine Fähigkeiten auch den Herren zur Verfügung.

Die neue Saison werden die HSVler in der neuen Friedrich-Ebert-Halle bestreiten, was nicht nur ein Grund zur Freude ist. Denn in der neuen Spielstätte dürfen die Handballer nicht mehr Harz oder Kleber für die Bälle verwenden. Eine Vorgabe der Stadtverwaltung. Überhaupt wird der Handballverein von der Stadt Schopfheim eher stiefmütterlich behandelt. An diesem Wochenende starten die Schopfheimer am Samstagabend (20 Uhr) bei der SG Waldkirch/Denzlingen, dem Tabellenzehnten der Vorsaison.

Minimalziel Platz zehn bei der SG Maulburg/Steinen

Mit viel Aufwind geht die SG Maulburg/Steinen in die neue Saison. Der Kader ist in der Sommerpause noch enger zusammengewachsen und hat sich personell nicht verändert. „Ich schätze uns auf dem gleichen Niveau wie in der vergangenen Saison ein. Der eine oder andere junge Spieler hat sich in der Vorbereitung noch einmal weiterentwickelt“, sagt André Leuchtmann, der auch in dieser Saison wieder als Spielertrainer bei den Männer fungieren wird und zusätzlich erneut als Trainer der Frauen in der Südbadenliga unterwegs ist. „Vielleicht sind wir in manchen Dingen schon weiter als im Vorjahr“, so Leuchtmann, der mit der Saisonvorbereitung mehr als zufrieden ist. Das Tempospiel und der Positionsangriff haben sich bei der SG verbessert und auch die Entscheidungen, was man wann spielt sind reifer geworden. Die abgelaufenen Saison mit dem mehr als positiven Abschluss auf dem sechsten Tabellenplatz hat die SG Maulburg/Steinen reifen lassen und auch innerlich gefestigt.

Die Liga selbst schätzt Leuchtmann in dieser Saison allerdings als deutlich stärker ein. Mit dem FV Herbolzheim und dem TV St. Georgen sind zwei starke Mannschaften aus der Südbadenliga in die Landesliga abgestiegen. Herbolzheim stand erst am letzten Spieltag als Absteiger fest. Der Kader hat sich nicht wesentlich verändert. „Es würde mich nicht wundern, wenn die als Mitfavorit um die Meisterschaft spielen“, analysiert der SG-Trainer. Im Kampf um Platz zwei in der Liga nennt Leuchtmann gleich mehrere Mannschaften.

Am Samstagabend (18 Uhr) treten die Herren der SG Maulburg/Steinen bei der Reserve des TuS Steißlingen an. Wie schon in den letzten Spielen eine kleine Wundertüte zum Auftakt in die neue Spielzeit. Für das Saisonziel gibt sich der erfahrene Coach bescheiden: „Wir wollen den Klassenerhalt. Dazu müssen wir Zehnter werden.“ Als Messlatte gelten in der Landesliga 22 Punkte. Die möchte Leuchtmann so schnell wie möglich erreichen. „Dann schauen wir, wo es dann hingeht.“

Die HSG Dreiland musste nach der abgelaufenen Saison zwei wichtige Spieler verabschieden. Kevin Welte zog es wieder in die Ferne. Nils Haunschild hängte die Handballschuhe an den Nagel. Doch auch ohne die beiden Routiniers gelten die Handballer aus Lörrach und Weil als Mitfavorit auf den Aufstieg in die Südbadenliga. Die Mannschaft, die erneut vom Franzosen Bruno Kempf trainiert wird, ist in sich gefestigt. In der vergangenen Saison scheiterte die HSG erst in der Aufstiegsrunde. Das große Manko in den vergangenen Jahren: die Unbeständigkeit. Zum Auftakt geht es für die HSG am Samstagabend (20 Uhr) zum Derby gegen die HG Müllheim/Neuenburg.

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