Handball, Landesliga Herren „Müssen gegen den Abstieg kämpfen“

Michael Hundt
Kein Durchkommen für Foto: /Michael Hundt

Die Talfahrt der Dreiland-Handballer schreitet ungebremst voran. Noch scheinen aber nicht alle Akteure den Ernst der Lage erkannt zu haben. Weiter im Aufwärtstrend ist die SG Maulburg/Steinen. Für den HSV Schopfheim setzte es eine Niederlage.

Die Lage bei der HSG Dreiland wird zunehmend ernster. Nach der 25:30-Niederlage zuhause gegen die HG Müllheim-Neuenburg sollten eigentlich bei allen Spielern der HSG die Alarmglocken schrillen.

„Derbysieger, Derbysieger!“, hallte es am Samstagabend durch die Weiler Markgrafenhallen Doch zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche war die Mannschaft der HSG Dreiland nur der Zuhörer.

Woran es bei der HSG Dreiland immer wieder fehlte, war das konsequente Kämpfen um den freien Ball. Auch wenn HSG-Trainer Markus Schönmüller an diesem Abend auch mit der Torhüterleistung unzufrieden war, so versuchte HSG-Goalie Philip Müller immer wieder den Rückstand in Grenzen zu halten. Dabei wurde der Schlussmann aber zu oft von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Nahezu unbedrängt konnten die Gäste die Abpraller aufnehmen und dann im zweiten Versuch in Tore ummünzen. Auf der anderen Seite bemühten sich die Gastgeber erst gar nicht, noch einmal in Ballbesitz zu kommen. Zu schnell schalteten die HSG-Spieler in diesen Situationen ab.

Im Angriff zeigten dann die HSG-Akteure zu oft zu viel Eigensinn und wollten Treffer mit der Brechstange erzwingen. In der zweiten Halbzeit gelang es den Hausherren, den Rückstand von vier Toren zu egalisieren. Nur in Führung gehen wollte die HSG nicht. „Im Angriff haben wir zu viele Entscheidungen getroffen, die schlecht waren.“ Mit einer gewissen Regelmäßigkeit suchten die Hausherren unter Bedrängnis den Abschluss anstatt den Ball noch einmal weiterzuspielen und so den sicheren Schuss zu nehmen.

Die Spirale geht immer mehr nach unten für die HSG Dreiland. Denn nur noch zwei Mannschaften stehen derzeit in der Tabelle hinter der Weil-Brombach-Equipe. „Es muss jedem bewusst sein, dass wir gegen den Abstieg kämpfen müssen“, sagt Schönmüller.

Tore für die HSG Dreiland: Knössel 7/2, Ludwig 5, Schamberger 4, Sain 3, Ulrich 2, Willmann 1, Maraj 1, Hopp 1, Himmel 1.

Kein Erfolg für den HSV

Wie schon im Hinspiel hatte der HSV Schopfheim keine Chance gegen die SG Waldkirch/Denzlingen. Mit 32:42 unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Felix Hodapp in der Schopfheimer Ernst-Reuter-Halle. „Bis zum 9:10 waren wir noch gut dabei. Dann konnte sich Waldkirch durch einfache Konter immer mehr absetzen“, lautete die Analyse des HSV-Trainers. Sowohl physisch als auch mental waren die Schopfheimer nie auf Augenhöhe mit dem Gegner. „Heute war definitiv nicht mehr drin“, so Hodapp.

Tore für den HSV Schopfheim: Michel 7/1, Koglin 6, Sigl 5, Wendland 4, Schmid 3, Huber 3, Weidner 2, Weber 2.

Souveräner Sieg in Steinen

Nichts anbrennen ließ die SG Maulburg/Steinen im Duell mit dem TuS Steißlingen II. Am Ende schlug ein sicherer 33:24-Erfolg für die Mannschaft von Spielertrainer André Leuchtmann zu Buche. Durch den dritten Sieg in Folge festigte die SG Maulburg/Steinen den sechsten Tabellenplatz in der Südgruppe der Landesliga.

Von Beginn an legten die Hausherren vor, verpassten es aber auf Grund der mangelnden Chancenverwertung, einen höheren Vorsprung herauszuspielen. „Wir hätten höher führen müssen“, lautete die Kritik von Leuchtmann. „Wir haben vier Konter verworfen und dann auch noch den einen oder anderen Wurf von außen“, bemängelte der Trainer.

Doch es gab für Leuchtmann nicht nur Grund zur Klage. Vor allem mit der Abwehrleistung zeigte er sich zufrieden. Nach dem Derby gegen die HSG Dreiland hatte Leuchtmann in der vergangenen Woche intensiv mit der Defensive seiner Mannschaft gearbeitet. Mit Erfolg. Denn gegen die Reserve des TuS Steißlingen agierten die Hausherren in der Abwehr wesentlich effektiver. „Es sah jetzt schon wieder besser aus.“ In beiden Halbzeiten ließen die Gastgeber jeweils nur zwölf Treffer zu, hatten vor allem das Angriffsspiel der Gäste über ihren stämmigen Kreisläufer gut im Griff. „Das haben wir gut verteidigt bekommen. Und auch mit der Torhüterleistung bin ich zufrieden“, sagte Leuchtmann. Durch den klaren Sieg hat die SG Maulburg/Steinen nun auch den direkten Vergleich mit dem TuS Steißlingen II für sich entschieden. Das Hinspiel zum Saisonauftakt hatte die SG mit 29:34 in Steißlingen verloren. Am Dienstagabend muss die SG Maulburg/Steinen im Pokal antreten.

Tore für die SG Maulburg/Steinen: Knoblich 8/5, Winkelbeiner 7, Tiedtke 6, Leuchtmann 3, Grun 3, Nasdala 2, Ahrens 2, Holzkamm 1, Eichin 1.

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