Hasel „Windhöffige Flächen werden geprüft“

Markgräfler Tagblatt
Windräder. Foto: Archiv

Hasel / Kleines Wiesental. Die Genossenschaft „Bürgerwind Blauen Erneuerbare Energien eG“ will den Klimaschutz und die Energiewende voranbringen. Nun hat sich Vorstand Peter Schalajda an den Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg (Forst BW) gewandt, um diesen Vorgang zu beschleunigen.

Die Genossenschaft begrüße die Initiative der neuen Landesregierung, 500 Standorte für Windräder auf Forst BW-Flächen auszuweisen und wolle „unser weiterhin starkes Interesse an Flächenpachtverträgen für Windenergieanlagen am Marzeller Blauen bekräftigen“, heißt es in dem Schreiben an Forst BW.

Die Bürger-Energiegenossenschaft habe bereits auf dieser Fläche eine gutachterliche, einjährige Lidar-Windmessung vornehmen lassen (optisches Fernerkundungsverfahren zur Messung von Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Turbulenz), was eine hohe finanzielle Belastung darstelle, aber auch den dringlichen Wunsch und Willen ausdrücke, am Blauen Bürgerwindräder zu errichten. Darüber habe man die Forstverwaltung bereits informiert, und man habe die Erlaubnis für die Messung auf dieser Fläche erhalten.

Vor zehn Jahren, am 3. Juli 2011, habe der damalige Vorsitzende des Vereins „Bürgerwindrad Blauen“, Happle, die erste Anfrage für einen Pachtvertrag an die Forstverwaltung des Landkreises geschickt, weitere seien gefolgt. Ende 2011 sei die Genossenschaft gegründet worden, die nun drei Solarstromanlagen betreibe, eine davon habe eine Leistung von drei MWp. In diesem Projekt kooperiere die Genossenschaft mit zwei regionalen Energiegenossenschaften – ein Probelauf, der gezeigt habe, „dass wir auch große Projekte wie einen Windpark meistern können“.

Trotz des Ausweichens auf Solarstromprojekte bleibe es Ziel der Genossenschaft, Bürgerwindräder auf dem Blauen zu errichten, so Peter Schalajda an die Forst BW.

Von dort heißt es auf Anfrage unserer Zeitung: „Die zentral zuständige Stelle für die Bereitstellung von Staatswaldflächen im gesamten Land ist die Forst BW-Betriebsleitung in Tübingen. Dort werden aktuell und in den nächsten Wochen und Monaten landesweit windhöffige und für einen Bau von Windrädern potenzielle geeignete Flächen identifiziert und geprüft.

Auch der Blauen als sehr windhöffiger Standort wird natürlich in dieser Prüfung berücksichtigt. Die windhöffigsten Flächen werden wir, sofern nicht spezielle Hinderungsgründe oder Restriktionen das verhindern, zeitnah bereitstellen. Dies wird voraussichtlich auch auf den Blauen zutreffen.

Die Bereitstellung erfolgt in aller Regel bei solch begehrten Flächen durch eine Ausschreibung, auf welche sich auch die Bürgerwindrad Blauen eG selbstverständlich alleine oder in Kooperation mit einem Partner bewerben kann.“

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