Hausen. „Chrömli und Söömli us em Schwarzwald“ hat Erna Jansen aus Todtmoos-Rütte am Gruppenabend der Muettersproch-Gsellschaft im Hebelhaus in Hausen mit unendlich viel Herzblut und Freude zu Gehör gebracht.

Sie bedankte sich für die Einladung, da ihr letzter Besuch schon etliche Jahre zurück lag. Besonders freute sie sich über die gelungene Umgestaltung des Hebelhauses. Die allseits geschätzte und seit vielen Jahren bekannte Mundartdichterin hatte aufmerksame Zuhörer, als sie aus ihren beiden erschienenen Gedicht- und Geschichtenbändchen las. Die Themen handelten von der Muttersprache bis zur Schulzeit, vom Besuch im Krankenhaus bis zum Kurgast, der für die Rückfahrt nach einer Wanderung die Kurtaxe benutzen wollte, vom Hebeldorf Hausen bis zur falschen Revision. Von der Heimat bis zum Schnäpslegedicht, vom Alemannen-Hochdeutsch-Kurs bis zum ABC-Lernen der Enkelin kamen fröhliche, dankbare, tiefgründige, auch lang zurückliegende Erlebnisse und Einsichten zum Ausdruck.

Erna Jansen fühlt sich in ihrer großen Familie mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln sehr wohl und bezieht auch diese übervollen Ereignisse in ihre Gedichte und Geschichten mit ein.

Bisher schrieb sie auch in ihrem eindrucksvollen Dialekt für Vereine, die Fasnacht, für das Heimatmuseum, die Schulkameraden, welche sich auch noch nach 40 Jahren regelmäßig treffen, und andere Anlässe. Seit 30 Jahren ist sie Mitglied in der Muettersproch-Gsellschaft und hofft inständig, dass der alemannische Dialekt unbedingt von den Jungen erlernt, gesprochen und gepflegt wird. Die anwesenden Gäste geizten nicht mit Applaus. Gerlinde Gerspach bedankte sich im Namen des Vorstandes und der Anwesenden für den erlebten Hörgenuss mit einem Frühlingsblumenstrauß.

Gerlinde Gerspach wies die Anwesenden noch auf den nächsten Gruppenabend am 24. April hin, ebenso auf die Mitglieder-Hauptversammlung in Konstanz am 5. April. Die Lörracher Ortsgruppe hat eine Mitfahrgelegenheit per Bus angeboten.