Hausen im Wiesental Feuerrede, Holzstoß und gute Bewirtung

Heidi Zöllner wurde von Ulrich Wagner als „Feuerrednerin“ engagiert. Foto: Klaus Brust

Hausen - Bange Blicke richteten die Mitglieder des Schwarzwaldverein Hausen am Freitag angesichts des Regens gen Himmel. Würden Besucher zu ihrer Sonnwendfeier an der Niederberghütte kommen? Eifrige Helfer des Vereins trockneten immer wieder die Tische und Bänke ab, die Vorbereitungen am Grill-, Getränke- und Kuchenstand liefen wie gewöhnlich.

Um 18 Uhr fanden sich die ersten Gäste ein und saßen unter Regenschirmen an den Tischen. Als die Schopfheimer Abordnung des SWV mit Wanderwart Peter Maier an der Spitze und 20 Mitwanderern eintraf, hörte der Segen von oben auf, und es füllten sich die Tische, man genoss Bowle, Bier, Wein, alkoholfreie Getränke und die Würste vom Grillrost.

Ulrich Wagner, der neue Vorsitzende des SWV Hausen, begrüßte die Hausener, Schopfheimer und Zeller Wanderfreunde und Gäste aus Amerika und nahm Komplimente für die ausgezeichnete Organisation entgegen. Dann überreichte er das Mikrofon an die Feuerrednerin Heidi Zöllner, die Vorsitzende der Muettersproch-Gsellschaft Mittleres Wiesental und Koordinatorin für Mundart in der Schule ist.

In ihrem geliebten Alemannisch hielt sie die „Füürrede“. Sie verriet, dass sie „googlet hett“ und Wikipedia genutzt habe, denn „ab hütt goht’s hintenabe.“

Glück und Segen erbaten die Vorfahren am Johannistag für das ganze Jahr, fühlten sich der Mutter Erde und der Natur verbunden. „Heutzutage kaufen wir alles zum täglichen Leben und zu jeder Jahreszeit, zahlen einen hohen Preis für den Luxus und merken nicht, wie die Böden strapaziert werden, Abgase der Umwelt und den Menschen schaden und Regierungen sich nicht einmal auf Klimaziele einigen können.“ Mit einem Gedicht aus ihrer Feder resümierte die Rednerin, dass die „Erde sait: jetzt längst’s, i schlag zurück“ und Naturkatastrophen seien die Antwort.

Heidi Zöllner fragte, was sie selbst und jeder Einzelne zum Umweltschutz und Klimawandel beitragen könne und verwies auf Mehrwegbehälter, Kauf von Obst mit Flecken, Vermeidung von Plastik und meinte, das sei wohl nur „ei Tröpfli uff de heiße Stei“, aber bei sieben Milliarden Menschen auf der Erde gäbe es eine sichtbare Menge.

Beim Umgang mit der Natur mit Respekt sollen alle, Kleine und Große, die Bürger und die Politiker zusammenarbeiten, damit auch künftig Glück und Zufriedenheit das Zusammenleben bestimmen. Langanhaltender Beifall dankte Heidi Zöllner für die aufmunternde Rede, dazu gab es das übliche Geschenk des SWV für die Feuerrednerin, ein Viertele Markgräfler Wein. Zwischenzeitlich hatten Rudi Kuder, Josef Muckenhirn und Franz Rümmele den großen Holzstoß am Schwedenfeuer entzündet, so dass dem geselligen Beisammensein im Kreis der Schwarzwaldvereinsfamilie nichts mehr entgegenstand.

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