Hausen im Wiesental Frauen-Duo neu an der Spitze

Christoph Schennen
Ehrenvorsitzender Wolfram Müller mit dem aktuellen Vorstandsteam: Kassierer Rolf Steinebrunner, erste Vorsitzende Nadine Dages, zweite Vorsitzende Annette Jehle und Schriftführer Jens Schumacher (von links). Foto: Christoph Schennen

Die Freien Wähler Hausen haben ein neues Vorstandsteam: Nach dem Rückzug von Harald Klemm und Erich Greiner wählten die Mitglieder in ihrer Versammlung am Freitag Nadja Dages zur ersten und Annette Jehle zur zweiten Vorsitzenden.

Von Christoph Schennen

Hausen. Klemm ist seit 1994 Mitglied der Freien Wähler und des Gemeinderats und 20 Jahre lang Vorsitzender der Freien Wähler – ein Jahr länger als Wolfram Müller, der von Klemm am Ende der Sitzung zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Rückblick auf Dorfentwicklung

Zu seinem Abschied blickte Klemm auf die Dorfentwicklung der letzten Jahre zurück. In der Ortsmitte habe sich viel getan, so Klemm. Der Kindergarten wurde erweitert, das Markus-Pflüger-Zentrum eröffnet und ein Kinderbildungszentrum errichtet. Auch der Breitbandausbau war ein Thema der vergangenen Jahre, wobei Hausen bereits über schnelles Internet verfüge, wie Bürgermeister Martin Bühler in der Sitzung betonte. Ebenfalls voran schreite die Entwicklung neuer Baugebiete.

Die Freien Wähler sind im Gemeinderat mit sechs Personen vertreten und stellen damit die größte Fraktion. Das ermögliche es, im Hinblick auf die Dorfentwicklung „ein wichtiges Wort mitzuschwätzen“, wie Klemm betonte.

Bericht aus dem Kreistag

Martin Bühler berichtete in seiner Funktion als Kreisrat der Freien Wähler von den Entscheidungen auf Kreisebene. Die Kreisverwaltung bekomme vom Bund immer mehr Aufgaben, was immer mehr Personal erforderlich mache. „Weil es mehr Anspruchsberechtigte auf Wohngeld gibt, muss die Kreisverwaltung fünf Personen zusätzlich einstellen“, nannte Bühler ein Beispiel. Das Personal sei auf dem Arbeitsmarkt aber gar nicht verfügbar. Forciert werde die Mobilität, die Digitalisierung und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn. Bühler berichtete auch über die Sanierung der kreiseigenen Schulen und den Bau des Kreisklinikums, der teurer werde als geplant.

Kritik an Grundsteuerreform

Wolfram Müller sprach dann noch ein interessantes Thema an: die Grundsteuerreform. Es könne nicht sein, dass er zukünftig doppelt so viel Grundsteuer zahle als bisher. Er forderte die Verwaltung auf, den Hebesatz zu senken. „Im Gemeinderat haben wir uns damit noch nicht auseinander gesetzt“, räumte Martin Bühler ein – und womöglich wird er selbst sich damit auch nicht mehr beschäftigen müssen: Bei der nächsten Bürgermeisterwahl wird er bekanntlich nicht mehr kandidieren.

Beitratsposten neu besetzt

Neben den Vorsitzenden wurden im Rahmen der Versammlung auch die Beisitzer neu gewählt. Dieses Amt haben nun Martin Bühler, Harald Klemm, Ulrike Froese, Daniel Böhmisch, Michael Scharbatke und Erich Greiner inne. Schriftführer bleibt Jens Schumacher, Kassierer Rolf Steinebrunner.

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