Hausen im Wiesental Schätze der Bibel gehoben

Erst wurde der frühere Kuhstall von Willi Tholen in einen Gottesdienstraum verwandelt, dann in einen Gastraum. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Hausen / Raitbach. Gottesdienst im Kuhstall: Gibt`s das? Geht das? Wie geht das? Seit fünf Jahren gibt es den Gottesdienst im ehemaligen Kuhstall des Ortsvorstehers von Raitbach, Willi Tholen.

Wenn die Kirchengemeinde besondere Gottesdienste in Raitbach anbiete, dann kämen die Raitbacher, habe der Kirchengemeinderat gewusst, heißt es in einer Pressemitteilung der evangelischen Kirchengemeinde.

Pfarrerin Ulrike Krumm, die zwei Stunden zuvor erst von der Konfirmandenfreizeit im Freizeithaus Gersbach zurückgekehrt war, hatte am vergangenen Sonntag den Gottesdienst im Kuhstall übernommen.

Der Kuhstall war zu einem Gottesdienstraum umfunktioniert worden. Am E-Piano musizierte Brigitte Behringer. Die Raitbacher waren gekommen, und manche Hausener waren auch dabei.

Die Predigt, völlig frei vorgetragen, ließ die Besucher teilhaben an der Konfirmandenfreizeit, in der die Frage nach den Vorstellungen von Himmel und Hölle im Mittelpunkt stand.

Wie Schätze im Acker seien sie gewesen, die Konfirmanden, die sich ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt und ganz unterschiedliche Vorstellungen und gute Gedanken dazu gehabt und geäußert hätten.

Dann wurden Schätze der Bibel gehoben. Jesus habe die Frage nach der Hölle nicht sehr beschäftigt, um so mehr aber das Himmelreich, und zwar das auf Erden: das Reich Gottes, anbrechend in seinem Menschenleben in seiner Zeit und Welt, und im Leben in dieser Zeit und Welt.

Jesus erzähle in seinen Bildern vom Himmelreich von Menschen, dem Mensch, der einen Schatz in seinem Acker gefunden, von jener Hausfrau, die ein Hefebrot gebacken, von dem Bauern, der Korn gesät habe.

Gesegnet verließ die Gemeinde das Kuhstallgotteshaus – aber nur kurz. Denn wenig später war es in einen Gastraum verwandelt worden.

An großen Tischen bei Wein und Wasser und feinem Selbstgebackenem saßen dann viele Besucher noch eine ganze Weile fröhlich zusammen.

Gefreut hat sich die Kirchengemeinde auch darüber, dass Dorothee Lederer berichten konnte, zwei Personen würden sich zu Kirchenältesten nachwählen lassen: Bertold Bausch und Ulrich Röhr.

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