Inzlingen Auch in Inzlingen wird das Wohnen immer teurer

Die Preise rund ums Wohnen kennen in auch Inzlingen nur eine Richtung: nach oben.Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Inzlingen (mh). „Die Entwicklung kennt nur eine Richtung: nach oben“, sagte Thomas Welz, Fachbereichsleiter Vermessung bei der Stadt Lörrach und für den Gutachterausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Lörrach-Inzlingen, bei der Präsentation des Jahresberichtes 2021 über den Grundstücksmarkt im Gebiet der Stadt Lörrach und der Gemeinde Inzlingen.

Die Grundstückspreise in der Gemeinde Inzlingen seien, so Welz, im vergangenen Jahr um durchschnittlich rund acht Prozent von 370 auf 400 Euro gestiegen. Garten- und landwirtschaftliche Flächen bewegen sich dabei weitgehend auf Vorjahresniveau. Ackerland wurde dabei sogar entgegen dem Trend um zehn Cent je Quadratmeter billiger (zwei Euro). Moderat ist der Quadratmeterpreis für Wald von 1,50 auf 1,70 Euro gestiegen.

Der Gutachterausschuss hat unter anderem die Aufgabe, die Markttransparenz herzustellen. Das mithilfe einer so genannten Kaufpreissammlung und der Ermittlung von Bodenrichtwerten. Dabei, so betonte der Fachmann, würden Bodenrichtwerte aus den tatsächlichen Verkäufen abgeleitet: „Der Gutachterausschuss legt die Preise nicht fest, er dokumentiert sie nur.“ Weiter erstellt er Gutachten über den Marktwert von Grundstücken.

Nur sehr wenige Schweizer kaufen hierzulande

Die Preise auf dem Immobilienmarkt steigen nach wie vor. Am Beispiel einer 80 Quadratmeter Eigentumswohnung erläuterte Welz, dass sich die Preise sowohl bei Alt- wie bei Neubauten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt hätten. Kostete 2010 der Quadratmeter in einem Neubau noch 2300, ist er 2020 auf 4495 Euro angestiegen. Bei einem 40 Jahren alten Altbau stieg der Preis von 1225 auf durchschnittlich 2898 Euro.

Der Grundstücksmarkt sei im vergangenen Jahr auch sehr aktiv gewesen. Es seien rund 1200 Kaufverträge geschlossen worden. Der Ausschuss habe 27 Gutachten im Wert von 43 Millionen Euro erstellt.

Gleichzeitig räumte Welz mit einem Vorurteil auf, dass die Schweizer Preistreiber in der Regio seien. Lediglich auf knapp fünf Prozent (2019) und nur etwas über zwei Prozent (2020) bezifferte er den Anteil der Käufer aus dem Nachbarland.

Die Frage, wie Grenzgänger den Markt beeinflussten, könne er nicht beantworten. „Diese Daten dürfen wir nicht erheben“, aber es sei jedoch anzunehmen, dass sie einen erheblichen Einfluss hätten. Generell, so Welz auf die Frage von Michael Kramer (CDU) wie es in den anderen Kommunen der Regio aussehe, könne er feststellen, dass in der Region die Preise ähnlich stark anzögen wie in Lörrach und Inzlingen.

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