Inzlingen Der RoMo-Ball war ein Knaller

Rolf Rombach
Auf der Pfarrgasse war am Rosenmontagabend die Hölle los. Mehrfach gingen Essen und Getränke zur Neige. Foto: Rolf Rombach

Der RoMo-Ball an der Pfarrschüre ist mit seiner vierten Auflage schon zum Selbstläufer geworden. In der Pfarrgasse herrschte stundenlang eine gemütliche Druggete. Die Stimmung war bestens bis spät in die Nacht.

Kräftige, hand- und mundgemachte Klänge im Oberdorf, der Kirchturm von einer Seite her bunt illuminiert – das ist der RoMo-Ball, den der Turnverein Inzlingen (TVI) zum inzwischen vierten Mal veranstaltete. „Wir bewirten, damit die Cliquen feiern können“, erläutert Cindy Reinger vom TVI die Idee dahinter, auch an Rosenmontag eine Veranstaltung im Dorf zu machen, damit die Narren nicht auswärts, sondern zuhause feiern können.

Tolle Party bis in die Nacht

Die Schlösslisymphoniker organisierten anfangs die Guggen und sind auch weiterhin für die Werbung zuständig. Und die Sache hat sich herumgesprochen, denn inzwischen bewerben sich die Gäste von sich aus, am Abend in Inzlingen spielen zu dürfen – für ein paar Getränke. Fünf Auftritte gab es nun an diesem Montag zwischen 20 Uhr und Mitternacht. Jede Gruppe trumpfte alleine mit rund 50 Musikern und eigenem Anhang auf. „Wir haben daher Unterstützung von den Dännle-Häxen. Das ist ein sehr harmonisches Zusammenwirken“, freut sich Reinger. Mit rund 40 Helfern waren die Vereine aktiv.

Von drinnen nach draußen

Waren die Premieren noch in der Schüre selbst, hat sich mit der vierten „RoMo“-Auflage ein Großteil der Veranstaltung auf den Hof beziehungsweise auf die Pfarrgasse verlagert. Mehrere Pavillons standen bereit, um bei Regen für Trockenheit zu sorgen. Die Treppe des Pfarrheims diente als Bühne, wo sich ein Teil der Bläser der Guggen eindrucksvoll in Szene setzte.

Selbstverständlich nutzten die „Symphis“ das Heimspiel ebenfalls für einen Auftritt. Aus Lörrach kamen außerdem die Trottwarschlurbi und Tschäddärä. Die Ischteiner Gugge heizte dem Publikum ebenfalls ein sowie als Abschlusstruppe die Oktave-Chratzer Brombach, die sich wie ihre Vorgänger mit zahlreichen Zugaben beim begeisterten Publikum bedankten. Der Ausklang fand dann zu später Stunde in der Schüre statt, die noch immer vom Dorfabend närrisch geschmückt war.

Landmarkt wird „geleert“

Bei bestem Wetter war die Laune der Zuschauer entsprechend blendend. An jeder Ecke fanden sich gut gelaunte Gäste, teils kostümiert, nur wenige ohne Verkleidung. Die anfänglichen Lagerbestände gingen rasch zur Neige. Da waren die Dännle-Häxe und der Turnverein froh, dass der örtliche Landmarkt hier problemlos aushelfen konnte, weil der Hunger und Durst der Besucher doch deutlich größer waren als erwartet.

Entsprechend zufrieden zeigten sich Cindy Reinger und Häxe-Chef Tobias Schwöble. „Wir machen das ja eigentlich nur, damit im Dorf etwas stattfindet. Daher freuen wir uns, wenn wir kein Minus machen“, meinte Reinger vor dem Finale, das die Oktave-Chratzer bestritten.

Der Hit: Eistee mit Korn

Schwöble zeigte sich derweil überrascht über den Getränke-Hit des Abends: Eistee mit Korn. In kürzester Zeit waren 60 Liter des Gemischs weg. „Ich kannte das gar nicht und würde das auch nicht trinken. Es war der Vorschlag einer unserer Häxe – ein guter“, lachte Schwöble, der fleißig mithalf.

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