Inzlingen Fasnacht endet erst fröhlich, dann feucht

Rolf Rombach
Gut besucht war das Inzlinger Fasnachtsfeuer. Es markiert das Ende der aktuellen Fasnachtskampagne im Waieland. Foto: Rolf Rombach

Mit Traditionsveranstaltungen endet die fünfte Jahreszeit im Waieland.

Mit dem Fasnachtsfeuer auf dem Buttenberg ist am Sonntag auch die Gemeinde im Schatten des Chrischona wieder zur Tagesordnung zurückgekehrt. Begleitet vom Musikverein machten sich rund 300 Zuschauer auf den Weg vom Lindenplatz auf die Anhöhe des Oberdorfs. Für die mitgelaufenen Kinder gab es ein Getränk und eine Wurst, wofür Bürgermeister Marco Muchenberger seit seiner „Entmachtung“ am Hemdglunki Spenden sammelte und nun die Rechnung zu Gunsten des „Narrensomens“ bei der Feuerwehr beglich.

Nachtwache ist Ehrensache

Die Inzlinger Floriansjünger hatten über das Wochenende viel zu tun. Unterstützt von der Gemeinde und speziell dem Werkhof wurde ein imposanter Turm die Woche über geschichtet und am Samstag fertig gestellt. Damit nicht vorzeitig der Winter „ausgebrannt“ wird, leistete eine Truppe der Feuerwehr traditionell ihre Nachtwache im bereitgestellten Bauwagen ab, verbunden mit einigen Kontrollgängen. Auf die Frage, wer dazu „verdonnert“ werden musste, verneinten die Freiwilligen – „das ist Ehrensache, das zu machen“, klang etwas Stolz mit.

Kommandant Frank Sütterlin, der mit seiner Mannschaft neben dem Brandschutz auch die Bewirtung sicherstellte, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz der Bevölkerung. Einzig der gegen halb acht einsetzende Nieselregen sorgte dafür, dass so mancher Besucher etwas früher wieder zurück ins Tal ging. Ausreichend Würste, Punsch, Glühwein und Kaltgetränke rundeten den geselligen Abend ab. Gepaart mit der guten Laune der Helfer.

Erst Berg, dann Keller

Wenige Meter neben dem von weitem aus zu sehenden Fasnachtsfeuer brannten zwei kleinere Lagerfeuer, an denen sich die Menschen ebenfalls wärmen konnten und die zum Scheibenschlagen mitgebrachten Holzstücke zum Glühen brachten. Bergab kontrollierten Feuerwehrmitglieder, dass die zum Teil mehrere hundert Meter weit gesegelten Glutscheiben kein Unheil anrichteten. Durch die Nässe brannte das Feuer in diesem Jahr deutlich langsamer ab, wenngleich immer wieder ein größerer Funkenflug das Dunkel erleuchtete, wenn eine weitere Ebene des Turms in sich zusammenfiel.

Wer es nicht so lange auf dem Buttenberg aushielt, suchte zum Abschluss in der alten Schule im „Schlurbi-Keller“ die andere Traditionsstätte zum Ende der närrischen Zeit auf, ehe so mancher direkt zum Basler Morgenstraich weiterzog, der um Punkt vier Uhr nachts los ging (siehe Regio).

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