Inzlingen Friedhof mit gärtnergepflegtem Gräberfeld

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Der Parkfriedhof in Inzlingen bekommt neu auch ein gärtnergepflegtes Gräberfeld. Foto: Heinz Vollmar

Inzlingen (mv). Auf dem Parkfriedhof der Gemeinde Inzlingen wird es künftig ein gärtnergepflegtes Gräberfeld geben. In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates sind am Dienstag durch eine entsprechende Änderung der Satzung der Friedhofsordnung dafür die Weichen gestellt worden.

Sie sieht vor, dass eine Grabstelle innerhalb dieses Gräberfeldes nur dann an Nutzungsberechtigte vergeben wird, wenn diese gleichzeitig einen Grabpflegevertrag mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner abschließen. Zur Verfügung gestellt werden Reihen-, Urnenwahl- und Urnenreihengräber. Eine eigene Pflege sowie die Gestaltung durch die Grabnutzungsberechtigten seien weder zulässig noch erforderlich, wie Dirk von Wichdorff in der Sitzung des Gemeinderats erklärte. Er ist auf dem Parkfriedhof für die Pflege zuständig und arbeitet im Rahmen des Grabpflegevertrags mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner.

Auch das Anbringen von Grabzubehör wie Grablichter, feststehende Vasen, Schalen und anderes seien nur noch nach Absprache mit der Genossenschaft möglich. Zulässig seien im gärtnerbetreuten Grabfeld nur liegende Grabmale oder Steine. Von Wichdorff zufolge seien diese teilweise vorgegeben und könnten in diesen Fällen nur über die Genossenschaft bezogen werden.

Bürgermeister Marco Muchenberger lobte das neue Modell. Dies komme vor allem auch Angehörigen entgegen, die nicht in Inzlingen wohnen und die Gräber ihrer Angehörigen auf diese Weise dennoch pflegen lassen können. Im Übrigen enthalte das Angebot auch kostengünstige Pflegemaßnahmen enthalten wie zum Beispiel bei Urnenbeisetzungen am Baum. Bei einer Laufzeit von 15 Jahren sei die Grabpflege inklusive der Kosten für Grabmal und Beschriftung für 1950 Euro zu haben. Bei einer Grabstätte für Sargbestattungen kostet die Pflege bei einer Laufzeit von 25 Jahren ohne Grabmal, das kann individuell beschafft werden, bereits 6900 Euro, sagte Muchenberger.

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