Inzlingen Gemeinsam für Inzlingen stellt sich vor

Rolf Rombach
Stellen sich für die Liste „Gemeinsam für Inzlingen“ zur Kommunalwahl (von links): Wilfried Boeck, Markus Haag und Ralf Gehle. Foto: Rolf Rombach

Das Trio strebt den Wiedereinzug in den Gemeinderat an. Ziel der „Dritten Liste“ ist es, mehr Transparenz in der Kommune zu erreichen. Vor fünf Jahren trat die Liste als Kind der Vereins Pro Inzlingen erstmals an.

Nachdem vor einigen Wochen bereits die beiden Listen von CDU und SPD für die Inzlinger Gemeinderatswahl gemäß der Parteistatuten gewählt und veröffentlicht wurden, stellte sich am Dienstag die „Dritte Liste“, wie sich die Wählervereinigung Gemeinsam für Inzlingen (GfI) ebenfalls nennt, der Presse vor.

Vor fünf Jahren angetreten

Vor fünf Jahren trat die Liste als Kind des Vereins Pro Inzlingen erstmals zur Kommunalwahl an und holte auf Anhieb zwei der zwölf Sitze durch Markus Haag und Roswitha Drechsle. Pro Inzlingen ist durch den Tod seines Mitgründers und Vorsitzenden Peter Focke eingeschlafen, doch die Wählervereinigung strebt erneut an, dem Gemeinderatsgremium eine parteiunabhängige Alternative zu bieten.

Drei „Überzeugungstäter“ stehen nun zur Wahl mit dem Willen, etwas für Inzlingen zu verändern. Während Roswitha Drechsle aus Altersgründen nicht mehr kandidiert, steht Markus Haag wieder an vorderster Position bereit. „Mein erstes Ziel war es, für mehr Informationspolitik durch das Rathaus zu sorgen. Es hat sich gebessert“, lobt Haag. Dennoch vermisst er noch Punkte wie den offiziellen Haushaltsabschluss. „Diese fehlen seit 2015.“ Wilfried Boeck ist bereits seit mehreren Monaten regelmäßiger Gast in den Sitzungen des Gemeinderats und möchte diesem nun ebenfalls angehören. „Ich möchte mehr Transparenz erreichen“, erläutert er im Pressegespräch. Er beklagt, dass einige Punkte für die Öffentlichkeit nur kurz in den öffentlichen Sitzungen behandelt werden. „Mir hat bei einigen Themen zuletzt die Grundlage der Diskussion gefehlt“, berichtet er aus seinen jüngsten Erfahrungen. Auch sei bedauerlich, dass E-Mail-Anfragen an die Verwaltung zum Teil nicht beantwortet würden. Deshalb informierte er sich über eine mögliche Kandidatur bei den drei Listen und entschied sich final für GfI. Dritter im Bunde ist Ralf Gehle, der sich nach kurzer Bedenkzeit ebenfalls für eine Kandidatur entschied.

Zum Anrufsammeltaxi

„Ich möchte selbst aktiv mitgestalten“, ist sein Hauptziel.

Neben dem konkreten Vorschlag des Anrufsammeltaxis für Inzlingen (ASTI) sieht das Wahlprogramm vor, mehr Informationen für die Bevölkerung zu laufenden Projekten zu ermöglichen. „In Weil am Rhein habe ich nun kennengelernt, dass regelmäßig dazu berichtet wird“, lobt Markus Haag seinen Arbeitgeber. Auch schlägt er vor, dass die Gemeinde sich am European Energy Award beteiligen soll. „Das ist zwar zunächst ein Mehraufwand für die Gemeinde, aber es gibt Klimaschutzmaßnahmen mehr System“, berichtet Haag aus seinen Erfahrungen. Ferner soll die Entwicklung der örtlichen Infrastruktur gestärkt und der Ausverkauf von gemeindeeigenen Grundstücken gestoppt werden. „Hier wäre Erbpacht ein besseres Modell, um weiterhin mitbestimmen zu können“, nennt Haag einen konkreten Lösungsvorschlag.

Mit der Verteilung ihrer Flugblätter wollen die drei Kandidaten in den nächsten Wochen noch persönlich mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Am Samstag, 1. Juni, soll es für Interessierte die Möglichkeit geben, bei einer Dorfputzete und anschließendem Pizzaessen ins Gespräch zu kommen.

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